Freitag, 10. Juli 2015

Rezension: Lisa Bennett visits Utopia von Christine E. Mackenzie (PublishAmerica)

Es gibt Leben auf dem Mars ... ein SciFi-Buch mit Botschaft!

Hochsommer 2003, der Beginn der Jagd nach dem Geheimnis des Planeten Mars: eine Frau namens Lisa Bennett, tätig für die NASA, wird Zeugin, wie der Mensch dank seiner hoch entwickelten Raumsonden nach und nach die Geheimnisse des Planeten Roten Planeten Mars lüftet.
Über erfolgreiche Jahre hinweg sind die Wissenschaftler von NASA auf der Suche nach der Lösung ihrer uralten Frage: gab es vor unstellbaren Zeiten Leben aus dem Mars? Die Marsexpeditionen bringen Ansätze einer Idee näher, während das Team um Lisa Bennett weiterhin im Dunkeln tappt.

Und dabei ist es Lisa, die als erster Mensch den Mars betreten soll. Ihre strenggeheime Mission ist plötzlich nicht mehr so wichtig, als Lisa auf dem Weg zu ihrer krebskranken Mutter ist und dabei in einen heftigen Sandsturm gerät. Schwer verletzt verliert sie das Bewusstsein. 

Lisa wacht später in einem Raumschiff auf, wo sie eine unglaubliche Enthüllung erfährt: sie wurde vom Volk der Marsianer entführt und dazu auserwählt, das geheime Marsvolk kennen zu lernen. Lisa Bennett, unter der Leitung des attraktiven Vermittlers Solar, lernt das paradiesische Utopia kennen, die Stadt unter der Marsoberfläche. Selbstverständlich muss sie das Geheimnis für sich behalten, denn sonst wäre die friedliebende und sanfte Bevölkerung des Mars bedroht.

Wie eine philosophische Erleuchtung nimmt Lisa ihr neu gewonnenes Wissen mit zur Erde, wo sie ein neuer Mensch wird: aufgeschlossener, liebender und mit neuen Werten. Aber die Erde ist noch kein perfekter Ort, um ein Utopia der Menschen zu erschaffen ...

,,Lisa Bennett besucht Utopia" habe ich im englischen Original gelesen. Dank der Autorin, Christine E. Mackenzie, bin ich auf ihr Buch aufmerksam geworden. Eigentlich gehöre ich nicht zu den eifrigen SciFi-Lesern, aber dieses ziemlich ausführlich recherchierte Buch hat mein Interesse gepackt und ,,Gotcha!" ausgerufen. Dieser manchmal reportagenhafte Roman ist mit einer Botschaft über die Beziehung Mensch-Mutter Erde, aber auch philosphische und esoterische Zusätze gibt es. Na ja, ich bin gar kein Fan von Philosophie, aber im Rahmen dieses Buches war es richtig gut. Außerdem waren all die wissenschaftlichen Fakten perfekt passend, das weckte sofort mein Interesse!

Den Schreibstil würde ich fast schon ,,liebevoll" nennen. Von Anfang an wird man in das Leben der Hauptfigur gezogen, deren steile Karriere ziemlich extraordinär ist. Ich musste mich beim Lesen öfters mal kneifen, um nicht zu denken, dass vor mir eine Biographie liegt. Danke, Christine, für dieses Buch!

Ehrlich gesagt würde ich aber nicht unter den Marsianern leben. Es wäre mir dort zu ... ähm, wie soll man sagen, es wäre zu utopisch und zu vollkommen. Ich frage mich, warum den Marsianern nicht langweilig ist, weil sie im Leben anscheinend nichts mehr als ihre ,,Liebe" brauchen.

Alles in allem wurde ich von meinem kleinen Ausrutscher in die Sciene Fiction Welt überzeugt und habe würdevoll mein Rezensenten-Richtersschwert zur Hand, um mein letztes Urteil zu fällen: 4 rotbraune Sterne, an deren Spitzen Eiskrusten haften und die von einer weißen Aura umgeben sind, für Lisa Bennetts Besuch in Utopia!

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