Freitag, 31. Juli 2015

Rezension: KALYPTO - Die Herren der Wälder von Tom Jacuba (Bastei Lübbe)

Die Wälder rauschen, das Eis kracht und über den Himmel zucken die Blitze der magischen Ringe ...

 Die Wälder sind groß und weit, jeder Baum ist wie Leben. Das Wasser rauscht, die Raben krächzen und der Schmerz einer Geburt bestimmt den Verlauf der fernen Zukunft: Vogler, der Eichgraf, verliert seine geliebte Frau am selben Tag wie als ein neuer, kleiner Waldmann das Licht der dämmrigen Wälder erblickt. Dieser Säugling erhält einen Namen: Lasnic, der Sohn von Vogler.

Innerhalb der Wälder wächst Lasnic auf, entdeckt Liebe und Leid. Mit jedem Blattwechsel der Bäume lernt Lasnic die Welt besser kennen, bis der Schatten des Verlustes auf ihn fällt: sein Vater wird tot aufgefunden und aus dem Mund der Leiche nimmt Lasnic einen Ring zu sich. Ein Ring, ein unheilschweres Geheimnis. Jahrzehnte vergehen nach Voglers Tod und als Lasnic ein erwachsener Mann ist, kommt Unheil unter das Dach der Bäume: die wilden Bräunlinge plündern das Land und quälen das Volk der Wälder.

Hoch im Norden ist das Königreich Garona, dessen alte Königin Belice wahnsinnig starb und wo ihre junge Tochter Ayrin zur Königin gekrönt wird. Dort wächst Königin Ayrin im ständigen Hass mit ihrer Halbschwester Lauka zu einer reifen Frau heran.

Und dort, wo das Licht in Farbwirbeln aufeinanderprallt, erwachen die alten Magier wieder, um eine neue Meisterin der Zeit zu erwecken: Calista, die Herrin des ERSTEN MORGENLICHTS. Die Zeit des Zweiten Reichs von Kalypto bricht an, angefangen im Reich der Tausend Inseln, dessen Armeen in kriegerischen Absichten überall einmarschieren. Je vier Späher schicken die Magier aus, um für ihr grausames Spiel das Volk zu erwählen, das sich am leichtesten versklaven lässt.

Nachdem Lasnic zum Waldfürsten seines genötigten Volkes erwählt wurde, fängt für ihn eine ungeahnte, gefährliche Reise an. Allmählich dämmert ihm, dass die Bedeutung seines Rings sehr groß sein muss, weil es plötzlich jeder darauf abgesehen hat.Lasnic verflucht sein Schicksal, Königin Ayrin runzelt wegen dem drohenden Krieg an den Grenzen Garonas die Stirn und irgendwo lässt sich die Calista siegessicher in ihre Sänfte fallen. Alle sind im Licht der magischen Ringe gefangen und eine höhere Macht verbindet in der Zeit der grlßten Not die Personen, die neue Zeiten in Kalypto erleben werden ...


,,KALYPTO- Die Herren der Wälder" von Tom Jacuba (Pseudonym) ist ein meisterhafter Anfang für die Reihe ,,Kalypto". High Fantay, die dirch ihre eigene Atmosphäre eine gewaltige Plastizität erzeugt.
Nein, es ist eher so: Der Beginn des Buches ist wie der nachhallende Donner einer tiefen Orgel,deren Klänge langsam den Kuppeldom ausfüllt und mit dem Anklang eine ganze Welt entfaltet und erblühen lässt.

Wie ein Künstler trägt der Autor eigenwillige Farben auf, wenn es um die ans Herz wachsende Protagonisten geht. Für mich persönlich war die Calista ein wenig schwach gezeichnet, aber das harmoniert mit ihrer geheimnisvollen Aura. Es braucht Zeit, bis man die Priesterin der Tausend Inseln verstehen kann.

Manchmal hätte ich gerne ein paar Figuren durchgeschüttelt und angeschrien: Lauka zum Beispiel ist zum Erbrechen scheußlich, ich hasste dieses feine Prinzesschen. Lasnic dagegen ist wie ein guter Bruder. Es gab Stellen, wo mir auch die Beschreibungen etwas zu zäh geworden sind, jedoch ist das kein Problem.Ich mag bildliche Beschreibungen, wo jedes Detail mit Liebe bearbeitet wurde.
Der Wechsel zwischen den Perspektiven gefällt mir sehr, weil am Ende alle wichigen Figuren zusammen kommen. Eine wie Mondstein glänzende Perle ist ,,Kalypto - die Herren der Wälder", kein Buch.

Ich hebe den Ring an meinen Fingern und lasse über den Himmel vier gleißend helle Blitze zucken. Türkis, Violett, Hellblau und Meeresgrün sind diese Blitze, ehe sie in einem tiefen, feuchten Wald einschlagen. Auf die Böden von Kalypto brenne ich damit das Zeichen von 4 formvollendeten Sternen.

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