Freitag, 3. Juli 2015

Rezension: Death Note - Band 5 von Tsugumi Ohba und Takeshi Obata (Tokyopop)

Die Hinrichtung des Verdachts von Death Note - kann Gerechtigkeit böse sein?

Die Vorgehensweise von L wird zu einer engen Schlinge, aus der sich Light Yagami befreien muss, um den steigenden Verdacht, dass er der Massenmörder Kira ist, zu beseitigen. Light ist zwar Teil des kleinen Ermittlerteams im Fall Kira, aber deshalb wird L ihn nicht verdächtigen. Das Auftauchen von Misa Amane, vermutete Kira Nummer 2, hat die Pläne von Light durcheinander gebracht und die zwei Death Notes in der Menschenwelt werden zur unmittelbaren Bedrohung. Deshalb entschließt sich Light zu einem riskanten Vorhaben: er gibt seine Besitzansprüche auf das Death Note auf, verliert seine Erinnerungen an die Shinigamis Ryuk und Rem - und schließlich wissen weder Light noch Misa etwas über die Death Notes.
Nach einiger Zeit ist selbst L am Zweifeln: Light und Misa können nicht wirklich Kira sein. Denn - es ist so, dass Kira nur eine kurze Pause eingelegt hat und nun wieder mit dem Morden begonnen hat. Dieses Mal hat sich Kira aber ein neues, nobleres Jagdrevier ausgesucht, und zwar die kapitalstarke Firma Yotsuba Groups. L und Light arbeiten mit den Ermittlern an dem neuen Fall, der Gefahren und Verfolgungjagden mit sich bringt und in dem List und Täuschung ebenso tödlich sein können wie falsche Entscheidungen. Immer näher kommt L der Wahrheit, nachdem er Hinweise und Entdeckungen kombiniert und der letzte große Hinweis kommt.
Die Death Notes tauchen auf, unmittelbar geraten sie in die Hände der Ermittler. Light Yagami beginnt seinen triumphalen Countdown, weil sein schlimmster Feind bald am Ende sein wird ...

Manchmal stolpert man über Geschichten, die einen nie loslassen. Ein perfektes Beispiel dafür ist die Mangaserie DEATH NOTE. Diese Story gehört zu den größten und besten Dingen, die mir je begegnet sind. Mit jedem Kapitel wird es spannender und man will am liebsten nicht aufhören.

Hätte ich nicht zuerst den Anime gesehen - sodass ich weiß, was folgen wird - wäre jede neue Seite ein komplettes Wow!-Erlebnis. Es gibt so viele Momente, wo ich nur denke: ,,Was wird Light nun tun? ... Aha, L kommt allem auf die Spur, aber ... Das hab ich nicht erwartet!"
Dass die einzelnen Personen perfekt zur Geltung kommen, hatte ich in der Rezension zu Death Note 01 erwähnt. Egal, ob berechnend-kaltblütig wie Light oder der oft sehr witzige Polizeiermittler Matsuda - jede Figur ist eine Meisterleistung für sich.

Alles in allem verblüffte mich Tsugumi Ohba wieder einmal. Und wieder schreibe ich 5 schwarz-weiße Sterne nieder, so rot wie Shinigamiaugen und schwarz wie die von L.

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