Dienstag, 28. Juli 2015

Mythologie: Was wäre wenn all diese mythlogischen Figuren real wären?

Manchmal stelle ich mir eine seltsame Frage: wie wäre es, wenn in unserem 21. Jahrhundert alle Völker noch ihre ureigenen Götter und Mythen pflegen würden. Slawische Völker wüden bei Perun um Glück bitten, die Griechen würden kleine Anteile ihrer Mahlzeiten ins Feuer der Herdgöttin Hestia werfen. In Mittel- und Nordeuropa würden die Menschen in Lokis Namen fluchen, wenn zum Beispiel ein Stau jetzt in der Sommerzeit die Straßen versperrt. Nichts gegen Tom Hiddleston, der ist ein guter Loki.
In Afrika hätten die Leute als Kinderschreck die listigen Trickster, während Farmer die Fruchtbarkeitsgötter anriefen und gleichzeitig mit einer Wetter-App das Wetter checkten, um zu wissen, wie es in den nächsten zehn Tagen sein sollte.
Lateinamerikanische Leute würden den Quetzalcoatl ehren und in litauischen Städtn könnte man als Touristensouvernire angebliche Eier des Aitvaras, einem schatzbringenden Hausdrachen, verkaufen und nachts vor den Todestänzen der schönen Vilen warnen.
Shintoistische Kami, Naturgottheiten, könnten dem Menschen unflätige Handgesten zeigen, sobald der Mensch mit der Umweltverschmutzung seine eigene Heimat besudelt.

Kurzum: ein Menge Aberglauben käme in unsere Stuben zurück, wo wir mit Onlinediensten wie Skype die himmlischen Götterboten am Arbeitsplatz entmachten könnten und der antike Schönling Narziss bräuchte keinen Teich, um sich zu bewundern; dafür hätte er jetzt Smartphones und Selfies.

 Furien wären in so einer mythologisch-modernen Welt vor Bürokraten gewichen. Die keltische Pferdegöttin Epona rauft sich vermutlich die Haare, wenn sie sieht, dass Menschen bei Pferderennen jetzt online zocken, ohne den Geldbeutel für Steuern, Haltung und Futter eines echten Pferdes ausweiden müssen.
Aber mir gefällt all dieser altmodische Glauben. Göttersagen, Heldenepen, mythologische Ungeheuer - darin zeichnen sich Bestandteile der Kultur eines jeden Volkes ab, nicht? Mit Mythologie haben all die Vorfahren nur versucht, ihre Weltanschaung zu verstehen. Auf ungeraden Pfaden haben sich daraus Lehren entwickelt, Geheimnisse in unserer Welt, auf diesen Pfaden kamen heutige Religionen dann heraus. 
Dabei verflechten sich Mythologie, Kultur, Symbologie und Sprachwissenschaft. Genau wegen dieser Mischung fasziniert mich Mythologie, weil es noch so viele Geheimnisse dort gibt, die entschlüsselt werden müssen!

 

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