Sonntag, 7. Juni 2015

Rezension: Feuer & Flut von Victoria Scott (cbt)

Feuer und Flut - gutes Buch, aber auch mit Dingen, die man kritisieren kann ...

Tella ist ein ganz normales, amerikanisches Mädchen von 16 Jahren Also total normal, allerdings nicht zufrieden: ihr altes Leben wurde wegen dem Umzug aus der Großstadt Boston auf den Kopf gestellt und nebenbei ist ihr älterer, schwer kranker Bruder Cody kurz davor, die Schwelle des Übergangs zwischen Leben und Tod zu betreten Eigentlich ist es also, dass sich Tella wie die weltgrößte Vollidiotin fühlt.

Bis - wohl kaum zufällig - ein kleines Gerät in ihrem Zimmer landet und Tella die Einladung zum so genannten Brimstone Bleed erhält: einem myteriösen Wettrennen, dessen Preis ein alles heilendes Mittel ist. Es gibt nur einen Sieger, aber - verdammt, ist das auch kein schlechter Scherz? Ohne Zögern flieht Tella von Zuhause und sieht sich einem gnadenlosen Kampf entgegen.

Ein Rennen, viele Kandidaten, ein Ziel - jeder antretende Kandidat erhält ein spezielles Tier als helfenden Begleiter, einen Pandora. Verschiedene Biotope werden zu Arenen des Rennens. Im Dschungel wird der Überlebenswille zu einem dämmrigen, verschlungenen Labyrinth und über die tödliche Wüste fläzen sich Wolken und Wirbel aus Sonne und Sand.
Tella weiß nicht, ob sie stark genug sein wird, trotz der Hilfe ihres Pandora-Fuches Madox. Doch was verbirgt sich hinter dem Brimstone Bleed? Mit Verbündeten, die in sich viele Geheimnisse aufstauen wie im Wettrennen selbst, stürzt sich Tella völlig Orientierungslos ins Gefecht.

Von Anfang an verfällt Tella dann dem mysteriösen, anziehenden Bad Boy, dem blauäugigen Guy Chambers. Als wäre ihr Leben nicht so schon verworren genug, ist er es, der in ihr Verwirrung und anderes anstiftet. Tella muss sich entscheiden zwischen zwei quälenden Möglichkeiten - ihr Bruder Cody oder der heiße Guy?
Die Flut des Regenwaldes und das Feuer der Wüste verbindet sich, Menschen und Pandoras treten gegeneinander an. Blut von Opfern benetzt den Boden, vermengt sich mit Wasser und geht dann lichterloh in Flammen auf, während Panik die Kandidaten von innen zersplittert ...


Hmmja. Das ist also ,,Feuer & Flut", der rasante Startschuss der ,,Tella-Trilogie" von Victoria Scott. Zu Anfang: viele Grundideen wurden geklaut. ,,Maze Runner - Die Auserwählten", ,,Die Tribute von Panem" und sogar ein bisschen aus ,,Die Bestimmung" fand ich sofort wieder, was ich hörbar grollend als Minuszeichen vermerke. Die Pandoras erinnerten mich an etwas anderes, etwas wie Pokemon, nicht?

Tella selbst ist manchmal in ihrem Schreibstil extrem witzig, aber mir persönlich ist sie als ganze Person unsympathisch. Ein manchmal zickiges, zimperliches, nicht arg intelligentes Prinzesschen, das oft überheblich reagiert und vollständig aus der Klischee-Schablone geschnitten wurde. Tella bricht in Tränen aus, als der Pandora-Bär ein Kaninchen isst - wortlos schüttel ich jetzt den Kopf. Bären essen nun mal Fleisch, liebe Miss Tella Holloway.
Und - das war ja klar, dass Tella den tollen Guy für sich findet und eine gefährliche Liebe beginnt. Vorhersehbar. Klischee. An der Stelle könnte man trocken und augenrollend sarkastisch sagen: ,,Wow, das überrascht mich ja sooo was von."
Oh Herzschmerz, gleich hole ich mir Taschentücher und erbreche mich. Romanzen sind nichts für mich, da bekomme ich das Gefühl, eine rosa Billigseife die Kehle runterzuwürgen. Lovestories müssen doch nicht immer im Vordergrundstehen, als Beiwerk ist es ja ganz okay.

Ansonsten ist die Handlung wirklich rasant und gut. Ein spannendes Buch? Eigentlich ja, sogar sehr spannend. Das Brimstone Bleed knallt dem Leser eine volle Ladung Adrenalin geradewegs ins Gesicht. Die Idee mit den Pandoras war ganz nett und Madow war irgendwie welpenhaft niedlich.

Ich will trotz allem wissen, wie die Geschichte weitergehen wird, obwohl Teil 2 erst nächstes Jahr herauskommt. Salz und Stein, das kommt als nächstes. Und in Band 3 sicher die große Rebellion, das kann ich mir sofort denken, nachher wird für Tella und Guy Friede, Freude, Pandora-Eierkuchen gelten.
Lasst Gnade walten, vielleicht war ich ein bisschen zu hart mit meiner Kritik.Ich bin nur ehrlich. Mein Richtersschwert des Rezensenten scheut kein bisschen, diesem Jugendbuch nur 3 Sterne zu überlassen.

Kommentare:

  1. Huhu,
    schöne Rezi, das Buch liegt auf meinem Sub und ich bin echt gespannt, wie es wird.
    Bleibe mal als Leserin hier, vielleicht magst du ja vorbeischauen ?
    Liebe Grüße
    Lea von Buchjunkie

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    1. Das zweite Buch ist auf jeden Fall spannender als das erste - besonders, weil sich Tellas Charakter verändert.

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