Freitag, 22. Mai 2015

Rezension: Septimus Heap - Queste von Angie Sage (dtv)

Eine Queste zwischen den Zeiten ...

Eine Queste, und achte stets auf die Farbe des Questensteins, denn sie weist dir den Weg ...

Nachdem der Außergewöhnliche Lehrling Septimus Heap in seine richtige Zeit zurückgekehrt ist, fängt für ihn auf der Burg seine Lehre bei der herrischen und lila beschuhten Außergewöhnlichen Zauberin Marcia Overstrand an. Es scheint vieles normal, aber das heißt im Sinne von Septimus, wo das Wort ,,normal" zahlreiche Synonyme hat - abwechslungsreich, vielfältig und nicht immer gefahrlos.

Trotz allem ist nichts wie zuvor - nach der Rückkehr der Geisterkönigin Etheldredda  und ihrer Bezwingung, sind Nicko Heap und die Nordhändlerin Snorri  noch immer 500 Jahre in der Vergangenheit gefangen.

Dank des Alchimisten Marcellus Pye, der aus der Vergangenheit ins Jetzt kam,  gelingt es Septmus und seinen Gefährten, eine Verbindung zu der Vergangenheit zu schaffen - dank einer Karte. Die Spur, um Nicko und Snorri zu befreien, führt zum Foryxhaus, wo alle Zeiten aufeinandertreffen sollen.

Nur eine Legende, dieses von Schutzhütten, Eis und Nebel umgebene Haus aller Zeiten? Wie es sich erweist, doch nicht. Denn, wie wir im Band zuvor erfuhren, kann man mit Spiegeln in die Vergangenheit reisen, was aber nicht zu empfehlen ist.

Zeitgleich kommt ein gewisser Daniel Jäger zur Burg durch die Stelle als Schreibgehilfe im Manusktriptorim. Unter dieser Hülle ist aber Merrin Meredith verborgen, der ehemalige Lehrling des Schwarzkünstlers DomDaniel und später von Simon Heap, der erbittert seinen jüngeren Bruder Septimus betrachtet. Merrin beschafft sich den zweigesichtigen Ring seines alten Meisters und schafft sich Gespenster an als Diener, während er seine Mächte im Bereich der Schwarzmagie ausweitet. Merrins Ziel ist es, Septimus' Schicksal zu verdunkeln und keiner vermutet ihn dahinter, als Septimus plötzlich auf die Queste geschickt wird. Die Queste, von der bisher kein Lehrling zurückgekehrt ist und dann fällt ein besagter Questenstein aus Gold und Lapislazuli direkt in Septimus' Hände. Mehr als die bloße Zeit spielt nun eine Rolle, wie eine stille - verborgen wie von Schnee, verschleiert vom Nebel wie der bodenlose Abgrund vor dem Foryxhaus - Bedrohung, die unkenntlich scheint ...

Mit dem 4. Band der Septimus-Heap-Reihe bin ich wieder rundum zufrieden. Jedes Band ist ein Lesegenuss, das vielfältig und eindruckvoll ist. Angie Sage beherrscht eine wahre ,,Kaleidoskop-Schreibweise", wie ich es nenne. Die Handlung ist detailliert, verwirklicht Worte zu Bildern und alle Figuren sind charakterstark und unterlegen nicht der Schwarz-Weiß-Malerei, für die Fantasy bekanntlich ja berühmt ist.

Die Spannung wird aufrecht gehalten und zieht die Mundwinkel oft in die Höhe, weil der Witz unschlagbar ist. Meiner Meinung nach ist Septimus Heap sogar besser als Harry Potter - aber das gilt nur für mich; über Geschmäcker lässt sich viel streiten.

Auch die Gestaltung der Bände ist schön. Jedes Buch ist gestaltet nach einem Buch, das in der Handlung eine Rolle spielt. Die Illustrationen von Mark Zug verdienen auch einen großen Lob von mir, denn sie sind realistisch und tadelfrei. Und, so wie ich gerade diese Zeilen schreibe, muss ich sagen, dass Septimus Heap einen magischen Platz mit rotem Samtkissen in meiner mit Gold ausgelegten Loge meiner Lieblings-Romanfiguren verdient hat! Hinzu noch die leicht aufbrausende Marcia und unzählige andere Gestalten, die ich alle aufzuzählen nicht vermag.
Mein Urteil zum Schluss besagt ganz deutlich, dass Sage nicht umsonst eine meiner Lieblingsautoren geworden ist -denn Septimus Heap ist eine Reihe, von der man begeistert wird auf magische Weise und voller Humor!

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