Freitag, 22. Mai 2015

Rezension: Septimus Heap - Darke von Angie Sage (dtv)

Magykal Darke - die Finsternis wächst ...

Die Dunkelheit breitet sich aus ...

Für Septimus Heap und Prinzessin Jenna beginnt auf der Burg ein neuer Lebensabschnitt - ihr 14. Geburtstag bricht an. Doch ein Schatten fällt auf diesen eigentlich festlichen Tag. Nicht nur dadurch, dass der Oberlehrling Septimus Heap sich auf seine Dunkelwoche vorbereiten muss, um das Gleichgewicht zwischen schwarzer und weißer Magie zu ergründen.
Es kommt schlimmer, als mitten im Palast ein sich ausbreitendes Dunkelfeld vom ehemaligen Schreibergehilfen Beetle entdeckt wird. Bei diesem Dunkelfeld handelt es sich um eine wachsende Wand vollkommener, schwarzmagischer Schwärze, die alles in Finsternis hüllt und in Verwirrung stürzt. Urheber dieser Gefahr ist der auf Rache sinnende und selbstbewusste Merrin Meredith, dessen Macht dank dem doppelgesichtigen Ring wächst wie sein Dunkelfeld. Merrins Ziele sind eindeutig - er will sich für allen Undank rächen und die Zauberer der Burg beherrschen, wofür er als junger Schwarzmagier stark genug ist.
... Seine (Merrins) Selbstsicherheit war zurückgekehrt. ,,Du bist in meinem Dunkelfeld, und du weißt es", krächzte er. ,,Und ich weiß, dass du es weißt!"

Merrin Meredith, der der Herr einer Schar Gespenster und der Besitzer des verschollen geglaubten Schwarzen Index ist. Und derjenige, dessen Dunkelfeld jeden Schutzvorhang durchbricht, um alle Menschen in einem traumlosen Zustand zwischen Leben und Tod zu versetzen.
Erst mit dem sechsflügeligen, riesigen Dunkeldrachen, der dem schwarzen Dunst entsteigt, gerät die Lage außer Kontrolle und Septimus bleibt keine andere Wahl, um Merrin aufzuhalten - er muss in die Dunkelwelt hinabsteigen. Dort herrscht eine beunruhigende Sentenz sozusagen als Motto:

... Entweder kämpfen, so sagte er (Septimus) sich, oder sich hinsetzen und ebenfalls ein Haufen Knochen werden ...

Dann kommt es - von Angesicht zu Angesicht und Drache gegen Drache - zu einem Gefecht inmitten der schwarzmagischen Darke. Und am Ende, so verrate ich, kostet es noch einen abgehackten Daumen, ehe ein Sieg - oder Verlust? - erreicht wird. 

Mit dem 6. Band der Septimus-Heap-Reihe um den blondgelockten, grünäugigen Zaubererlehrling wurde mir zum 6. Mal bestätigt, dass diese Reihe zu den Favoriten unter meinen Büchern gehört. Wie zuvor bin ich nicht sprachlos begeistert, sondern so verzaubert, dass die Worte soeben wie von selbst zu mir fliegen. Magisch! Auf über 500 Seiten erwarten den Leser geballte, fantastische Leseabenteuer, die ich ein wenig wiedergeben möchte als ,,Kostprobe": flackerndes Kerzenlicht in der Längsten Nacht des Jahres, von Schneeflocken schwere Wolken am schwarzen Himmel des Dunkelmondes, eine Mauer von violetter Magie der Außergewöhnlichen Zauberin in ihren lila Phytonschuhen, das gehässige Lachen des pickligen und finsteren Merrin Meredith - und die Kälte, wenn der schwarze Nebel des Dunkelfeldes mit seinen Gespenstern durch Fugen und Ritzen in jedes Gebäude dringt und die Leute lähmt.

Darke besitzt eine buchstäblich finstere Atmosphäre und ich rühme mich, wieder 4 glanzvolle Sterne zu vergeben. Mit donnerndem Applaus und etlichen Verbeugungen danke ich der Autorin Angie Sage, dass sie diese Reihe in die Welt gesetzt hat!

Bei all meinen Lobeshymnen möchte ich auch die Gestalter der 7 Bände loben- auf einem Bücherregal sieht die Reihe fast wie eine Enzyklopädie für Zauberei aus, eine wahre Augenweide. Wahrliche Diamanten sind in meinen Augen wieder die Bebilderungen von Mark Zug! Ich kann sogar sagen, welches mein Lieblingsbild ist - jenes von Merrin Meredith in Darke, vor Kapitel 11 ,,Im Dunkelfeld". Nebenbei gesagt, mir ist die Figur des Schwarzmagiers Meredith wohlgesonnen, trotz seiner Rolle als ,,Bösewicht", der Charms verschluckt und eine Leidenschaft für Lakritze hegt.

Meiner Meinung nach gehört die Septimus-Heap-Reihe zweifellos zu den Klassikern, der heutigen Fantasy-Literatur mit ihren Zauberern, die wir heutzutage so kennen.
Ein Hoch dem Außergewöhnlichen Zauberlehrling, dessen 7. Abenteuer nun in meinen Händen liegt. Es wird - oh weh! - das letzte Buch sein, was ich jetzt bereits bedauere!

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