Samstag, 23. Mai 2015

Rezension: Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott von Rick Riordan (Carlsen)

Alea iacta est - 5 Sterne für die Helden des Olymp!

Auf einer Schulfahrt zum Grand Canyon, eine Klasse von schwer erziehbaren, bösen Probemkindern - und plötzich wacht da Jason auf, total ohne Erinnerugen und dem starken Gefühl, dass etwas ziemlich schief und falsch ist. Er erinnert sich nicht an seinen besten Freund Leo Valdez, nicht an seine Freundin Piper McLean - einfach an nichts! Sehr beunruhigend und kopfschmerzbereitend, wenn bloße Intuitionen Erinnerungen wecken an ... Nichts.

Umso krasser und heftiger wird Jasons Unwohl, dass er etwas Verrücktes macht, als aus heiterem Sturmhimel bösartige Sturmgeister des griechischen Windgottes Aeous auftauchen und wie alle Monster machen sie Jagd auf ,,Halbgötter." Jason, Leo und Piper als Halbgötter, die Kinder von griechischen Gottheiten und sterblichen Menschen? Und der kampflustige Trainer Hedge, der unter der Hose pelzige Ziegenbeine hat?

Nach diesem Morgen voller Sturmgeister, Ziegenmänner und fliegender Liebster hätte Piper eigentlich verrückt werden müssen.

Schnell ist die Gefahr gebannt, wobei Jason sich über sich selbst wundert: er kennt sich mit römischen Göttern aus (dieseben griechischen, nur kriegerischer unter anderem Namen), entdeckt bei sich ein Tattoo mit der Schrift SPQR und Adler auf seinem Arm und aus eine Goldmünze verwandelt sich in seine Waffen im Kampf. Verstärkung naht, aus dem Camp Half-Blood, dem geheimen Aufenthaltsort aller Halbgötter, wo sie sich im Kämpfen fürs Überleben trainieren. Zentauren, Nymphen, Satyre, Halbgötter, himmlische Bronze, Weissagungen ...

,,Den einzigen sicheren Ort für Leute wie uns. Camp Half-Blood."

Mehr als es gut sein kann, häufen sich im Camp sonderbare Zufälle und Weissagungen. Es ist die Große Weissagung, wo Feinde sich verbünden sollen im Kampf gegen großes Unheil, das die Götter stürzen kann.

Annabeth Chase und andere suchen den verschwundenen Halbgott Percy Jackson, während Jason eine gewaltige Verwunderung auslöst, mehr als sein feuerzähmender Freund Leo oder die Aphroditentochter Piper. Nein, Jason ist auf römisch eingestellt, wie es dem Sohn des Zeus/ Jupiter gebührt. Sohn des Jupiter also. Jason weiß unterbewusst, dass Camp Half-Blood ein Terrain des Feindes ist, wo er nicht hingehört.

Die Suche nach Jasons Vergangenheit - und nebenbei rettet mal brav die Welt, ihr Halbgötter - bricht an, als die Götterkönigin Hera von der erwachenden Erdgöttin Gaia und ihren Riesenkindern gefangen wird. Ein neuer Krieg der Götter droht, würden die Halbgötter sich nicht den Erdgeborenen stellen. Aber außerhalb des Camps bedeuten die Welt nur G e f a h r.

Gefahren, vor denen selbst der mechanische Drache Festus nicht sicher ist. Monster und von den Toten auferstandene Fieslinge wissen, wie man sich der modernen Welt anpasst, egal ob einäugig oder vergoldet wie König Midas.

Heras Zorn ist trotz allem bei weitem nicht so gefährlich wie die Wahrheit hinter Jasons plötzlichem Auftauchen. Kann es sein, dass Götter bad von den Riesen gestürzt werden und die gesamte Zivilisation in die Klauen der wilden Naturmächte gerät? Wenn ja, dann ist das erste Abenteuer auf dem Weg zum kalifornischen Mount Diablo erst der Anfang jenes Umbruchs, wenn griechische und römische Halbblute durch Leute wie Jason und Percy sich verbünden.
Oder sich auch gegenseitig zerstören!


Warum ausgerechnet Rick Riordan als einer meiner Lieblingsautoren auf den obersten Plätzen rangiert, lässt ich in wenigen Sätzen meiner Lesererfahrung ausdrücken. Seine, nur seine Bücher sind einfach die Art von Literatur, die einem wirklich als Freunde vorkommen. Bücher, die mit dem Leser durch Mannschaftsgeist verbunden sind.

Die ,,Percy Jackson"-Reihe hat es mir bewiesen, die ,,Kane-Chroniken" haben meine Überzeugung bombensicher zementiert und untermauert. Mit ,,Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott" hat Rick Riordan mich felsenfest zu seiner Fanschar geknüpft, sodass meine Überzeugung das Alter des Olymp überflügeln und verhöhnen könnte!

Na ja, den Spott verkneif ich mir lieber, ehe ein gezielter Blitz vom alten Zeus vom Himmel zischt und mir den Hosenboden versengt. Darauf verzichte ich, habt ihr gehört, ihr Götter?

Rick Riordans Bücher haben wie ein Quaitätssiegel folgende Versprechungen: Abenteuer, Witz, Action, Überraschungen und cooe Hauptfiguren, die einem sofort sympathisch sind.Besser als Rick Riordan könnte keiner in diesem Stil schreiben, wo 5 Sterne mehr als berechtigt sind!

Anders als in den anderen Reihen von Riordan haben wir hier in ,,Der verschwundene Halbgott" keine Ich-Perspektive.Dafür steht als ein ebenso guter Ersatz die subjektive Sicht aus den Augen von Jason, Piper oder Leo. Sehr zu preisen ist es, wie selbst in ernsten Situationen nur durch die Wortwahl der Mund zu ausgelassenem Gelächter und Schmunzeln verzogen wird.

Thumbs up, Rick Riordan!

Kurz und bündig will ich noch darauf hinweisen, dass mich eines an Rick Riordans Büchern verwundert: woher hat dieser schriftstellerisch talentierte Mann seine Ideen? Sein Ideenreichtum scheint unermesslich und mein begeistertes Staunen vervielfacht sich mit jedem Abenteuer, das meine halbgöttische Freunde überstehen. Jetzt muss ich nur noch die übrigen Bänder lesen, rasante Abenteuer warten auf mich. Geronimo, die Vorfreude ist groß!

Mein Rezensenten-Richtersschwert liegt bereit, lasst mich mein letztes Fazit fällen! Alea iacta est. Die Entscheidung ist gefallen, niemand will auf die Folter gespannt werden. 5 Sterne, glänzend wie eine Legierung von himmlischer Bronze und kaiserlichem Gold, für ,,Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott."

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