Freitag, 22. Mai 2015

Rezension: Der Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien (Klett-Cotta)

Ein Ring, die Leser zu fesseln ...

Ein Ring, die Leser zu fesseln, sie mit des Ringes Macht zu binden,
Ins Ungewisse sie zu treiben, den Ringträger in Mordor zu finden.


Um es kurz und bündig zu sagen - ,,Der Herr der Ringe” ist mein allerliebstes Buch, seit ich Tolkien entdeckte. Mittelerde, das Auenland, Bruchtal, Rohan und Gondor sind für mich Etappen einer Quest gewesen, deren Bürde so groß ist wie die Macht des Einen Rings.

,,Die Gefährten” - der erste Band beginnt mit den glücklichen, behäbigen Hobbits bei der ,,hundertelfzigsten” Geburtstagsfeier des ehemaligen Schatzsuchers und Ringträgers Bilbo Beutlin (,,Der Hobbit” lässt grüßen), lässt noch nicht erahnen, welche Abenteuer und Gefahren in nächster Zukunft Mittelerde bedrohen werden.
Alle ahnen nichts, außer dem Grauen Pilger, der weise Zauberer Gandalf. Er ist es, der Bilbos Neffen Frodo Beutlin erklärt, welche Macht der schlichte, goldene Ring aus Bilbos Erbe besitzt - und wie gefährlich er ist.
Frodo, in dem die Abenteuerlust erwacht, entflammt von Furcht vor dem Ring und dem Dunklen Herrn Sauron im Lande Mordor, wo die Schatten drohn, nimmt die Bürde des Ringes an. Fällt der Ring nämlich in Saurons Hände, die vor Urzeiten den Einen Ring im Feuer des Schicksalberges geschmiedet hatten, besitzt er die Macht, ganz Mittelerde sich zu unterwerfen.

Mit auf die Reise kommen die zwei jungen Hobbits Merry Brandybock und Pippin Tuk und natürlich Sam Gamdschie, der meine Lieblingsfigur ist, der der Hobbit voller Humor und Tapferkeit wird sich noch als der wahre Held entfalten.
Hinzukommen noch die ,,Gefährten der Ringgesellschaft”- Gandalf, Streicher alias Aragorn, Boromir, der Elbenprinz Legolas und Gimli, Sohn von Gloin und Zwerg. Bis zum Zerfall der Gesellschaft gibt es Gefahren genug und nicht nur Orks bereiten Probleme, sondern auch die neun finsteren Ringgeister von Sauron.

,,Die zwei Türme” - Getrennt ist die Ringgesellschaft. Aragorn ist mit Legolas und Gimli, Pippin und Merry werden von Orks gefangengenommen, lernen die Ents kennen und getrennt erreichen sie Rohan und Gondor. Unterdessen beginnen Sam und Frodo ihren Marsch nach Mordor, wo der listige Gollum zu ihnen stößt, den es nach seinem Schatz, dem Ring, hungert.
Gollum, ein abstoßendes und zugleich Mitleid erregendes Geschöpf. Gefolgt durch die fremden Gefilde vom ,,schleimigen Schnüffler” - wie Sam nicht zu Unrecht Gollum nennt - finden sie ihren Weg nach Mordor.

Sie bekommen kaum etwas davon mit, dass sehr weit weg in der Ferne die Armeen sich vereinen und aufrüsten, um sich in der Schlacht Sauron zu stellen. Schlacht folgt auf Schlacht, sei es in Isengart beim abtrünnigen Zauberer Saruman dem Weißen oder bei Gondor.
Momente der Angst und des Schreckens überfallen auch den Ringträger und seine Genossen, als Gollum sie mit List der Riesenspinne Kankra ausliefert. Sam glaubt nach seinem tapferen Kampf gegen Kankra, ihr Gift habe Frodo getötet. Deshalb fällt Samweis Gamdschie verzweifelt in der Dunkelheit seine Entscheidung und nimmt den Einen Ring an sich ...

,,Die Rückkehr des Königs”- Düster wie das zerklüftete Land Mordor ist der Schatten des Krieges, der ganz Mittelerde befällt. Die Heere ziehen nach Osten gemeinsam zum Schwarzen Land, wo der jetzige Ringträger Sam seinen doch lebendigen Frodo aus der Gefangenschaft von Orks befreit. Weiter geht der Weg zu den Schicksalsklüften, wo der Ring zerstört werden soll. Gollum, das verschlagene Geschöpf, folgt ihnen, voller Panik, dass sein Schatz zerstört werden soll. Auch Frodo erliegt am Ende der Reise der Macht des Ringes und es kostet einen Feind und einen abgebissenen Finger, um Sauron zu brechen, womit der Ringkrieg gewonnen wird. Und das neue Vierte Zeitalter mit dem wahren König Aragorn beginnt voller Freude.

Der Schluss war für mich etwas traurig, aber nur, als ich auf den letzten Seiten die Grauen Anfurten erreichte und Abschied von all den Helden nehmen musste. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn ich las den Herrn der Ringe mehrere Male!

Im Ganzen und im kleinsten Detail selbst ist die Trilogie exzellent. Ich muss nicht viel sagen, denn alle Fans von Mittelerde teilen wohl meine Begeisterung. Für mich gibt es einen Grund, der alle Gründe umfasst, weshalb ich den Herrn der Ringe mag - es ist einfach nur fantastisch!

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