Freitag, 22. Mai 2015

Rezension: Das Lied von Eis und Feuer - Sturm der Schwerter von George R. R. Martin (Blanvalet)

Das Lied geht noch immer weiter, es lässt den Atem gefrieren und die Spannung feurig lodern! 

Nachdem König Robert ermordet wurde, sind die Sieben Königreiche ein einziges, blutiges Schlachtfeld. Männer, die sich nun den neuen und rechtmäßigen König nennen, rüsten sich zum Kampf gegen ihre Rivalen, während das gnadenlose Haus Lannister mit dem jungen König Joffrey in King’s Landing gegen den unnachgiebigen Robb Stark, Sohn von Eddard Stark und Herr von Winterfell, um die Vorherrschaft fechtet.
Intrigen und Verlogenheit, Verrat und  Gräuel, Mord und Krieg sind die wahren Herrscher.
Aber auch vom Meer her, mit Schiffen und Gefolgsleuten, kommt noch eine Anwärterin auf den Eisernen Thron von Westeros - Daenerys Targaryen hat das Ziel vor Augen, zurück zur Heimat zu gehen, um den Thron zu erobern, den sie zu besetzen gedenkt. Mit ihr sind die drei letzten Drachen der Welt, und obwohl sie noch klein sind, wachsen sie in Größe und Stärke, solange es für sie Freiheit und Nahrung gibt.

Inmitten diesen bösartigen, kriegerfüllten Zeiten stellt sich die schwarze Nachtwache anderen, finstereren Gefahren - die Wildlinge von jenseits der Mauer beim Verwunschenen Wald, die aus ihrer Heimat fliehen und die so genannten Anderen. Denn egal ob Schattenwolf, Hirsch, Löwe oder Drache - alle stehen im Schatten einer großen Gefahr ...

Der fünfte Band des Lieds von Eis und Feuer von George R. R. Martin übertrifft nicht die vorherigen Bände, sondern ist ebenso gut, sogar sehr gut. Es würde den Rahmen sprengen, hier die ganze Handlung zusammenzufassen - der Sturm der Schwerter ist zu üppig, zu spannungsgeladen und ergreifend obendrein.
Ich schätze Fantasy sehr, kam also über das Lied von Eis und Feuer nicht hinweg und ich wurde vom ersten Band an mitgerissen in die Geschichte. Manchmal ist es etwas brutal, aber das gehört zum Lied. Was mir besonders gefällt, ist, dass sich der Autor Martin sehr detailliert der Handlung hingibt und Wert auf den Charakter jeder Figur legt. Bei so einer gerade noch überschaubaren Menge an Figuren muss das harte Arbeit für ihn gewesen sein, jedem - von Arya Stark bis Ygritte - einen eigenen Charakter zu verleihen
Des weiteren möchte ich hier die Spannung loben! Man findet nämlich beim Lesen immer seinen Helden oder seine Heldin und während hier und da deine bisherigen Helden aus der Welt der Lebenden auf meist grausame Weise scheiden, wünschst du deinem neuen Favoriten Glück - und dann stirbt er auf der nächsten Seite. Manchmal grauste es mich davor, umzublättern vor Angst um meine Helden, und das ein Leser so ein Gefühl bekommt - das ist eine große Leistung des Autors. So verlor ich bereits König Renly im Band zuvor an den Schatten und hoffe nun, dass Arya, Bran, Jon Snow und Dany bis zum Ende durchhalten werden.

Also: Man bleibt immer gespannt, wie das Lied von Eis und Feuer im Sturm der Schwerter seine stählerne, schneidende Melodie entfalten wird - siegreich oder tödlich, eisig wie der nahende Winter feurig wie Drachenfeuer, dracarys! Es ist halt das Lied von Eis und Feuer!

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