Mittwoch, 27. Mai 2015

Meinung: Mythologie - diese Mutanten und Drachen kommen nicht von irgendwo, oder?

Ein von mir gezeichneter Drache

Drachen, Mischwesen, Mythologie: Wunder und ziemlich verworrene Rätsel

Eine Vorstellung im Kopf: ihr seid Zuschauer einer angesagten Show, in der ein glitzernd gestylter Moderator im violetten Pailettenanzug etwas präsentieren will. Stellt euch einfach Caesar Flickermann vor, den aus dem Kapitol in Panem. Nun also kommen die Präsentationen - hinter Vorhang Nr. 1 ist ein brüllender Löwe, aus dessen Körpermitte eine Ziege wächst und am Hintern ringelt sich eine zischende Schlange. 
Vorhang Nr. 2 - ein niedlicher Basilisk, mit dem Oberkörper eines böse starrenden Hahnes und dem Hinterleib einer Schlange. 
Niedlich? Streichen wir das. Niedlich, total un-niedlich. Scheußlich, aber faszinierend auf eine groteske Art.
Und so geht es weiter: Monster, Ungeheuer und Mischwesen. All die krassen Unterschiede bei deren Gestalten mit 1A-Qualitätssiegel garantieren, dass der normale Mensch nach einiger Zeit echt nicht mehr weiß, ob er selbst Männchen oder Weibchen ist. Malen wir unsere Vorstellung dieser Show weiter, als - krach! - alles einstürzt, Feuer fängt und der geflügelte Umriss eines windpeitschenden Drachens den Himmel erfüllt.
Durchblättert man flüchtig ein Lexikon über weltweite Mythologie, stechen immer gewisse Übereinstimmungen ins Auge. Frauen mit wunderschönen Stimmen, spitzen Zähnen und Fischleibern überfallen Seefahrer und es gibt geflügelte Menschen oder solch Menschen, die zur Hälte mit Tieren verwachsen sind. Recht wild, hm? So interessant für manche Leute die Mythologie ist (manche finden diese Wissenschaft auch sehr langweilig, wie etwas für Märchenonkel; stimmt aber nicht!), immer breitet sich bei mir eine gigantische Frage im Kopf aus: woher kommen diese fantastischen Vorstellungen aus den Zeiten, bevor wir Menschen überhaupt wussten, dass die Erde rund ist und alles aus Atomen besteht?

Sonntag, 24. Mai 2015

Rezension: Die Chroniken der Imaginarium Geographica - Wo Drachen sind von James A. Owen (cbj)

Wo Drachen Sind ... Verzauberte High Fantasy, die Stürme von Drachen und Rätseln bereit hält!

1917, Erster Weltkrieg: eine regnerische Nacht in London verbindet durch den blutigen Mord des Professors Sigurdsson drei einander unbekannte, junge Männer - John, Jack und Charles. Sie alle stehen ratlos vor der Ursache der Bluttat und beratschlagen sich, als ein bizarr aussehender, kleinwüchsiger Mann namens Bert ihnen etwas lebensveränderndes offenbart: sie drei sind die neu auserwählten Hüter eines geheimnisvollen Atlanten. Die Imaginarium Geographica, ein Atlas für alle Welten aus Geschichten, Mythen und Legenden, die allesamt im fantastischen Archipel der Träume vereint sind.
 Durch Bert erfahren John, Jack und Charles, dass das Archipel der Träume einer drohenden Kriegsgefahr ausgesetzt ist, seit der Silberne Thron von Paralon leer steht und die Erben des sagenhaften König Arthur verschollen sind.

Samstag, 23. Mai 2015

Filme: Marvel's Cinematic Universe

Superhelden, Superschurken, Superchaos und Superteams!
Mit Comics, wo Superhelden in starrer Bewegung die Welt retten, es Boom! macht und nur das Umblättern durch die Finger eine Bewegung sind, fing die Ära jener Figuren an, die heute wie damals jubelnden Applaus erhalten.
Ich habe fast alle neueren Filme gesehen, in denen Marvel die Superhelden zum Leben erweckt und habe mal Lust, mal was dazu zu bloggen -  Figuren, Charaktere und Geschehnisse, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind ...

Rezension: Maze Runner - Trilogie - Die Auserwählten von James Dashner (Chicken House)

,,ANGST ist gut" - eine der besten Trilogien, die ich je gelesen habe, das steht fest!!

Inhaltszusammenfassungen aller drei Bänder von ,,Die Auserwählten" von James Dashner

,,Im Labyrinth" : Verwirrung. Angst. Mehr spürt er nicht, als er plötzlich in einem beklemmend fremden Aufzug erwacht. Ein Name, sein eigener Name ist noch vorhanden - Thomas. Ansonsten fehlt jede Erinnerung in seinem Kopf. Hoch geht der boxartige Aufzug und ein neues Leben, das ein tödliches Gefängnis ist, breitet sich vor Thomas aus: die Lichtung im Labyrinth.

Eine Gruppe von jugendlichen Jungs lebt, auf Selbstversorgung eingestellt, mitten auf der Lichtung, wo sie eigene Felder bearbeiten und Tiere halten. Alles ist umgeben von efeuumrankten, riesigen Mauern, die sich jede Nacht schließen und somitt vor dem Schrecken schützen, das dort draußen ist und wo auch die lang ersehnte Befreiung aus dem Gefängnis liegen muss: das Labyrinth.

Rezension: Spook - Der Fluch des Geisterjägers von Joseph Delaney (cbj)

Düster wie Kerzenlicht in feuchten Katakomben - der Fluch des Geisterjägers bringt Tod und Feuer
 
Tom J. Ward - der siebte Sohn eines siebten Sohnes - ist seit sechs Monaten bereits der Schüler vom Spook, dem Geisterjäger John Gregory. Die Milde des Sommers ist längst zerronnen und das Wetter bewegt sich auf einen frostigen Herbst zu, der vertrocknetes Laub vom Gesträuch zerrt und mit Regen alles Lebende ertränken will. An so einem feuchten, klammen Tag muss Tom in einer Kathedrale einen Reißer bannen, der einen Priester - des Spook's Bruder - in seinen blutsaugenden Fängen hat.

Zum ersten Mal und ohne die erfahrene Hilfe des Spook schafft Tom es, den Boggart zu bannen. Doch das Opfer überlebt die Amputation nicht und stirbt, weshalb der Spook und Tom sich gezwungen sehen, der Beerdigung in Priestown beizuwohnen. Der Beginn der Reise aus Chipenden hat aber noch mehr Hintergründe, die gezeichnet von lügendurchwirkten Gespinsten und dem bitteren Schreien uralter Blutopfern sind...

Rezension: Brotherband - Die Bruderschaft von Skandia von John Flanagan (cbj)

Die Bruderschaft von Skandia ruft - kämpfe für Deinen Ruhm oder geh in Schande unter ...

Skandia - das Land der axtschwingenden Nordmänner, die wie jagende Wölfe die See unsicher machen und als Freibeuter goldene Schätze in die heimatlichen Häfen schleppen. Es ist ein Leben, das trotz seiner Wildheit einen geregelten Lauf haben könnte. Es hätte so kommen können, wenn es nicht die täglichen Bedrohungen gäbe, die einen hinterrücks überfallen und töten, ehe man auch nur einen Fluch über Loki den Lügner von den erkaltenden Lippen hauchen könnte ...

Hal Mikkelson wächst vaterlos und als Außenseiter in der nordländischen Siedlung Hallasholm auf, wo der Alltag einem unbemannten Segelschiff gleicht. Der Wind schlägt ihn umher und heißt ihn unter seinesgleichen nicht willkommen, wie zum Beispiel Tursdug immer wieder Hal quälen muss. Wellen schlagen Hal umher, wenn er nach festem Halt tastet. Doch trotz allem lässt Hal sich nicht unterkriegen, denn er weiß zu schätzen, dass er Dinge kann, die andere nicht schaffen. Seine Hände arbeiten geschickt neue Ideen aus für bessere Schiffe oder Gegenstände. Im alltäglichen Sturm bieten seine wenigen Freunde wie Thorn - prächtiger Kerl unter schäbiger Hülle und einst der beste Freund von Hals Vater Mikkel, ehe jener erspießt wurde - oder der blonde Stig, der ebenso temperamentvoll wie achtsam ist. Es ist Hals Leben, welches er trotz allen Fehlversuchen und Ärgernissen liebt.

Rezension: Der Name des Windes von Patrick Rothfuss (Klett-Cotta)

Patrick Rothfuss - ,,Der Name des Windes" reißt jeden in seinen Bann, Fantasy höchster Qualität!

,,Kvothe?"
Der Wirt wandte sich (...) um. ,,Wie bitte?"
(...) ,,Kvothe der Blutlose", beharrte der Mann. ,,Ihr kamt mir gleich bekannt vor, aber ich bin lange nicht drauf gekommen."


Als Wirt, der Kote genannt wird, führt es sich ein gutes Leben, das von feierlich anmutender Stille und dem dann eisetzenden Trubel von Menschen und alten Geschichten erfüllt ist. Im Leben des bedächtigen, heiteren Gastwirtes sind Aberglauben, Geschichten und Wahrheit miteinander verbunden wie blaues Feuer mit Dämonen. Hell wie Öllampen und geborgen ist Kotes Alltag, als ein unerwartet auftauchendes Rätsel die Leute in Schrecken versetzt: aus dem Nirgendwo tauchen Gestalten auf, für die die Leute nur eine Erklärung haben - die Dämonen. Erst ist es eine riesige Spinne, die blutdürstend einen Mann anfällt. Und was wird danach kommen?

Rezension: Artemis Fowl - Die Rache von Eoin Colfer (Carlsen)

Rache ist süß - aber nie, wenn Opal Koboi den ersten Zug macht, dann wird sie explosiv!

In Erdland wurde die von Opal Koboi angezettelte B'wa-Kell-Verschwörung Einhalt geboten, weil die Elfe Holly Short in Zusammenarbeit mit den zwei Menschen Artemis Fowl und dessen Bodyguard Butler siegreich die machtsüchtige Wichtelin Opal Koboi aufhalten konnten. Es war ein rasanter Showdown gewesen, der ebenso viele Opfer wie zufälliges Glück gefordert hatte. Ein drohender Krieg in Erdland, wo die hoch entwickelten Unterirdischen leben, wurde abgewendet und damit nie wieder Menschen die unterirdische Zivilisation bedrohen, wurden jegliche Erinnerungen aus Artemis' und Butlers Gedächtnis gelöscht. Ein neuer Frieden, keine Machtkämpfe? Null.

Artemis Fowl geht seiner Verbecherkarriere nach, doch seit seine Familie wieder ganz ist, nagen an dem hochintelligente, arroganten und selbstverliebten 14-jährigen erhebliche Zweifel - was ist nur los mit ihm, dass seine kriminellen Coups ihm kein Spaß mehr machen? Sein ganzes Ich ist zwiegespalten, weshalb er rasch etwas machen muss, um diese verwirrten Gefühle zu ersticken - hinterhältig stiehlt er ein weltberühmtes Bildwerk, das sich in Mündchen befindet und Der Elfendieb heißt. Dieses Kunstwerk wäre die gediegen goldene Krone seines Weges zum größten Verbrecher aller Zeiten.

Rezension: Spook - Der Schüler des Geisterjägers von Joseph Delaney (cbj)

Der Schüler des Geisterjägers - unheimlich, verhext, geheimnisvoll, eisenhart und silberglänzend ... 

,,Mit einem Spook will niemand etwas zu tun haben. Ich werde keine Freunde haben. Ich werde immer einsam sein."

Als der siebte Sohn eines siebten Sohnes ist Thomas J. Ward, genannt Tom, von Geburt an dazu bestimmt, einen anderen Weg als seine Bauernfamilie einzuschlagen.

Einen gefährlichen, verlassenen und von dunklen Geschöpfen umwobenen Weg: vor seinem 13. Geburtstag muss er beim Geisterjäger, dem Spook, in die Lehre gehen. Er sieht und fühlt nämlich Dinge, die anderen verborgen bleiben. Seine innersten Ängste nähren die schlimmsten Menschenvorstellungen, die von simplem Spuk zu abartigen Hexen als schmaler, gewundener Pfad führen. Tom hat keine Wahl für seinen nächsten Werdegang: er wird zum Schüler des Geisterjägers, dem eindrucksvollen und wechselhaften Mr. Gregory.

Rezension: Artemis Fowl - Die Verschwörung von Eoin Colfer (Carlsen)

Artemis Fowl auf Hochtouren - eine Verschwörung geht in Flammen auf ...
 

Ein böses, hochintelligentes, 13-jähriges Genie, mit dem sich niemand anlegen sollte, weil im Schatten ein riesiger und kampferprobter Leibwächter namens Butler steht. Damen und Herren, das ist Artemis Fowl, der junge Erbe eines irischen Verbrecherimperiums und Erzfeind der Welt unter der Oberfläche.
Artemis Fowl hat ein Geheimnis gelüftet und gleich zu seinem Vorteil ausgenutzt: unter der Erde liegt Erdland, wo die von uns genannten Fabelwesen eine verborgene Zivilisation auf modernstem Hightech-Stand aufgebaut haben. Deren Verborgenheit wird aber von dem Erdvolk fort gerissen, als der junge Fowl durch Geiselnahme der Elfe Holly Short, Captain der Zentralen Untergrundpolizei ZUP, das Erdvolk zur Ausgabe vieler Tonnen Gold zwingen will. Artemis wollte sich selbst bereichern. Es floss Blut, eine Schlacht war im Gange, aber was soll's? Das war letztes Jahr.

Rezension: Die Chronik des Eisernen Druiden - Gehetzt von Kevin Hearne (Klett-Cotta)

Der Druide kommt, macht euch bereit für eine ultimative Hetzjagd!

Atticus O'Sullivan, aka Siodhachan O Suileabhain, sieht man seine wahre Identität nicht an. Ein rothaariger Amerikaner irischer Herkunft in Arizona, tatöwiert, Alter 21, Besitzer des Ladens Das dritte Auge mit Kräutern und okkulten Dingen, Besitzer des Irischen Wolfhundes Oberon. Niemand weiß wirklich, dass er ein mehr als 2100 Jahre alter Druide im Bunde ist mit Magie, Göttern, Elementargeistern. Halt die ganze Palette von Zeitgenossen, die das Leben der Sterblichen verführerisch versüßen oder mordlustig versalzen können. Und nicht immer sind diese Persönlichkeiten höherer Mächte ihm wohlgesonnen. Magie ist nicht das, was der gewöhnliche Mensch Typ unter dem Schwenken eines Zauberstabes im Stile der Guten Fee versteht und Elfen, zum Beispiel, sind nicht wie ein Orlando Bloom im Legolas-Outfit.

Rezension: HALF BAD - Das Dunkle in mir von Sally Green (cbj)

Das Dunkle in mir ... HALF BAD ist wie Schatten und Licht, wie Böse und Gut!

Nathan Byrn ist der unerwünschte Sohn der Weißen Hexe Cara Byrn, die Selbstmord beging, und des schlimmsten und mächtigsten Schwarzen Hexers Marcus. Und alle verachten ihn. Als er 8 Jahre alt ist, wird er zum ersten Mal in London vom einflußreichen Rat der Weißen Hexen eingeschätzt - er ist ein Halbcode, weder Weißer noch Schwarzer Zauberer, wobei die Schwarzen Hexen und Hexer gejagt und getötet werden. Ein Halbcode ist eine verstoßene Missgeburt, die niemand haben will, außer Nathans wenigen Verwandten anscheinend.

Je älter er wird, umso trostloser und grau erscheint ihm sein Leben. Nathan Byrn, der Halbcode, ausgestoßen und ausgeschlossen von der Gemeinschaft der Hexen und Nicht-Hexen, den so genannten Fains. Er ist klein, schmächtig, arm und steht immer im Schatten anderer.

Rezension: The Heroes of Olympus - The Blood of Olympus von Rick Riordan (Disney-Hyperion)

'To storm or fire the world must fall' ... Das Finale einer göttlichen Buchreihe!

In Demigods we trust!

Der Endkampf gegen Gaia, der olympische Showdown im Wettlauf gegen die Zeit, gegen Riesen und unzählige Feinde. Nach der steinzerrüttelnden Schlacht im Haus des Hades und Percys und Annabeths Befreiungs aus dem Tartarus sind die sieben Halbgötter der endzeitlichen Prophezeiung um Gaias Auferstehung wieder vereint. Vereinte Stärke, vereinter Kampf mit geteiltem Leid.

Ihr Weg mit der Argo II führt nun nach Griechenland, wo die Götter ihre tiefsten Wurzeln verankert haben und das Blut zweier Halbgötter - Mädchen und Junge - die Erde von Gaias Erwachen benetzen soll, ehe die Zerstörerin der Welt ihre Augen irdenen Zornes aufschlägt.

Rezension: Die Bestimmung von Veronica Roth (cbt)


Deine Bestimmung, dein Schicksal, dein Gefecht - Fraktion vor Blut

Eine Stadt, eingekreist von einem bewachten Zaun, geordnet in 5 Fraktionen, seit ein großer Krieg den Rest der Welt ausgelöscht hat. Die Fraktionen bestimmen einen und dessen Leben. Die Ken ehren Wissenschaft; die Candor vertreten nur die Wahrheit; die Amite lehren die Freundlichkeit; die Ferox sind die Krieger und Beschützer; die selbstlosen Altruan denken nur an die anderen und regieren in ihrem Rat die anderen Fraktionen. Ohne Fraktion ist man ein Nichts.
Beatrice Prior und ihr Bruder Caleb sind Altruan, aber für sie wird sich bei der Bestimmung das Leben verändern. Beatrice weiß nicht genau, für welche Fraktion sie sich entscheiden soll, denn eine wahre Altruan ist sie nicht. Sie will etwas anderes, obwohl ihr Eignungstest ein schimmes Urteil ist - unbestimmt. Nicht norma, niemand soll davon hören, denn sonst wäre sie des Todes.
Die Zeremonie der Bestimmung wird ihre Wahl besiegen, mit ein paar Tropfen ihres Blutes. Vor aller Augen, wie erwartet, wählt sie.

Ich bin nicht selbstlos.
Ich bin mutig.


Rezension: Reckless - Das goldene Garn von Cornelia Funke (Dressler)

Es war einmal, es ist noch immer, aber danach vergeht es, wie Mottenflügel im Feuer
 
Wieder zurück in der modernen Welt jenseits des Spiegels fordert die Vergangenheit für tückische Hilfe ihren Lohn, hart und kalt wie Glas. Die Gebrüder Reckless trage noch immer wie Flüche oder (jadegrüne) Versteinerungen das, was im Kampf um Liebe, Leben und Intrigen gerettet oder getötet hat. Der Schatzsucher Jacob Reckless findet in der Welt hinter dem märchenhaften Spiegel vor, dass sich unsterbliche, machtvolle Fremdwesen der Spiegelwelt sich in Jacob's und Will's Welt eingenistet haben.

Wie das Nest der Schlange im Dornengestrüpp. Dornen und herum Rosen, die Kälte überzieht.
Ja, und es ist stark und giftig. Flucht ist nicht möglich.

Denn eine schlichte Karte, die Jacob und seine Gefährtin Fuchs gerettet hat, erweist sich als Anfang einer neuen Macht, die wie Frost aus Varangias Osten alles überzieht.
Wie Frostperlen, so gläsern und kalt. Nein. Versilbert euch, zeigt uns eure Gesichter, wie im Spiegel.

Rezension: Helden des Olymp - Das Zeichen der Athene von Rick Riordan (Carlsen)

Alpha Theta Epsilon - zwischen Weltuntergang und halbgöttlichem Alltag (d.h. verrückt)

Vergesst Hogwarts, ich gehe ins Camp Half-Blood/ Jupiter!

Im Camp Jupiter, wo die römischen Halbgötter Percy Jackson aufgenommen haben nach einer ausgewachsenen Schlacht, wird heiß die Ankunft der Boten des griechisch orientierten Camp Half-Blood ersehnt. Auf einem riesigen Kriegsschiff namens Argo II aus himmlischer Bronze und wo auch Jason anwesend ist.

Es sind Ewigkeiten her, dass griechische und römische Halbgötter aufeinandertrafen, was immer in recht unangenehmen Blutbädern und Kriegen geendet hatte. Deshalb ist die Lage, als die griechische Verstärkung ankommt, um endlich den Krieg gegen Gaia zu beenden und eine uralte Prophezeiung der Sieben Halbgötter zu erfüllen, sehr gespannt. Aber ... Erst glückliches Wiedersehen, neue Rivalen, erste Strategien, scheinheiliger Friede - und dann die reine Katastrophe! Unbeherrscht greift die Argo II Neu-Rom und Camp Jupiter angreift. Das führt zu einer überstürzten Flucht der auserwählten Sieben: Jason, Piper, Leo,Percy, Frank, Annabeth und Hazel.

Rezension: Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott von Rick Riordan (Carlsen)

Alea iacta est - 5 Sterne für die Helden des Olymp!

Auf einer Schulfahrt zum Grand Canyon, eine Klasse von schwer erziehbaren, bösen Probemkindern - und plötzich wacht da Jason auf, total ohne Erinnerugen und dem starken Gefühl, dass etwas ziemlich schief und falsch ist. Er erinnert sich nicht an seinen besten Freund Leo Valdez, nicht an seine Freundin Piper McLean - einfach an nichts! Sehr beunruhigend und kopfschmerzbereitend, wenn bloße Intuitionen Erinnerungen wecken an ... Nichts.

Umso krasser und heftiger wird Jasons Unwohl, dass er etwas Verrücktes macht, als aus heiterem Sturmhimel bösartige Sturmgeister des griechischen Windgottes Aeous auftauchen und wie alle Monster machen sie Jagd auf ,,Halbgötter." Jason, Leo und Piper als Halbgötter, die Kinder von griechischen Gottheiten und sterblichen Menschen? Und der kampflustige Trainer Hedge, der unter der Hose pelzige Ziegenbeine hat?

Rezension: Drachenkaiser von Markus Heitz (Piper)

Teil 2 der Feuerkriege - das Buch speit Feuer und schlägt mit Drachenschwingen!

Die Drachentöterin Silena ist tot, gefallen in der Schlacht am Triglav um den berüchtigten Weltenstein, zwischen Menschen, Gargoyles und Drachen.
Aber ganz und gar lebendig ist die plötzlich auftauchende Anastasia Zadornova, die Frau des hellsehenden russischen Fürsten Grigorij Zadornov. Es war Grigorij, der - vor allen verborgen - Silena mit einem Stück Drachenknochen vor dem Tod bewahrt hat, ehe Silena ein neues Leben als russische Fürstin beginnt. Scheinbar alles ruhig ...

Noch immer hält Silena die Drachenjagd aufrecht, doch nicht mehr mit dem verräterischen Officium Draconis, wo sie zuvor tätig war, ehe ihr Leben durch den Weltenstein verändert wurde.
Leider ist ihre neue Identität aber leicht durchschaubar, jeder weiß, dass die ,,alte" Silena lebendig aus dem Kampf geflohen ist. Und zu ,,jeder" gehören auch ihre Feinde - menschliche oder auch geschuppte, geflügelte, feuerspeiende.

Freitag, 22. Mai 2015

Rezension: Glennkill - Ein Schafskrimi von Leonie Swann (Goldmann)

Wollig, vierbeinig, blökend, mähend - smart sind die Schafe von Glennkill!

Das Gras wächst. Die Möwen schreien. Die irische Idylle des Ortes Glennkill für wiederkäuende Schafe - läge nicht auf der Weide mitten im grünen Gras, dessen Zartheit höchstes Glück in einem Schafsleben ist, die kalte Leiche des einzelgängerischen Schäfers George Glenn! Friedlich, aber am Boden festgenagelt durch einen Spaten aus Georges eigenem Garten, findet seine vielköpfige Schafsherde ihren einzelgängerischen Schäfer. 
Für George waren seine Schafe sehr wichtig: er las ihnen vor (kitschige Schundromane, Krimis und ein Buch über Schafskrankheiten mit wunderbar komplizierten Wörtern), er fütterte sie, er war im Grunde ein guter Schäfer ...

George's Herde steht vor einem Rätsel, denn sie erkennen in dem Vorfall einen offensichtlichen Mord. Das klügste Schaf der Herde - Miss Maple - legt klar und deutlich ihren Artgenossen vor, dass es an ihnen liegt, für George herauszufinden, wer ihn denn getötet hat.

Rezension: Lasst uns schweigen wie ein Grab von Julie Berry (Thienemann)

7 junge Damen in einem Mädchenpensionat 1890 - ein Mord, viele Lügen, großes Schweigen!

Ihre Namen sagen alles über sie aus. Roberta ,,Liebenswert", Elinor ,,Düster", Louise ,,Pockennarbig", Kitty ,,Schlau", Alice ,,Robust", Martha ,,Einfältig" und Mary Jane ,,Ungeniert". Sie alle sind noch jung, aber nach damaligen viktorianischen Verhältnissen, die strenge Erziehung für Damen vorsieht, zeigen sie alle Neigungen, welche sich nicht für ,,junge Damen ziemen", um sich steif wie ein Besenstiel auszudrücken.

Deshalb sind sie alle zur Erlernung des wahren, ordentlichen ,,Damenseins" im Mädchenpensionat Saint Etheldreda im kleinen Städtchen Ely.

Rezension: Die Saga von Licht und Schatten - Die Hüter von Gonelore von Pierre Grimbert (Heyne)

Die Hüter von Gonelore: Fantasy, Intrigen, Weltwanderer und ein großes Geheimnis ...

Die beiden Weltwanderer-Lehrer Vargai und Sohia sind unterwegs, um neue Schüler für die Bruderschaft der Weltwanderer zu rekrutieren. Doch wer genau die Weltwanderer sind, ist eine Geschichte von Kampf seit Anbeginn der Zeit; das Reich Gonelore ist umgeben von unsichtbaren Mauern - den ,,Schleiern" - die gefährlich oft von den monströsen Chimären und Dämonen durchbrochen werden, um die Menschenwelt als leichte Beute zu überfallen. Gäbe es nicht die zum Krieg gegen die Chimären verschworenen Weltwanderer, läge ganz Gonelore bereits unter der Herrschaft der Chimären. Dem Kampfe stellen sich diese Krieger mit ungewöhnlichen Waffen und den so genannten Prismen, Kristalle mit eigener Macht, die die Chimären hinter ihrem Schleier offenbaren.

Rezension: Der Hobbit von J. R. R. Tolkien (Klett-Cotta)

Weit über Berge, über Wälder, über den Himmel - der Fantasy-Schatz!

Über die Nebelberge weit,
zu Höhlen tief aus alter Zeit,
dahin ich zieh in aller Früh
durch Wind & Wetter, Leid und Not
Bilbo Beutlin ist ein gemütlichkeitsliebender Hobbit in seiner weiträmumigen Hobbithöhle unter dem Bühl. Wie der Frühling die Zeit des Neubeginns ist, bricht für Bilbo ein Abenteuer an, das ihn fürderhin auf ewig verändern soll. Denn der große Zauberer Gandalft taucht bei Bilbo auf und sucht nach einem kühnen Abenteurer und Meisterdieb, der den grimmigen Zwergenkönig Thorn Eichenschild und dessen Gefährten beim Wiedererobern ihres verlorenen Schatzes helfen soll. Funkelndes Gold, sternenlichtgleiches Silber, Edelsteine und den herrlichsten Juwel aller Zeiten, der selbst Elben verstummen lässt - der Arkenstein.

Rezension: Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel von Alan Bradley (Blanvalet)

Flavias 2. Mordfall - wenn Gevatter Tod bei Mord an den Marionettensträngen zieht

Nachdem die 11-jährige, makabre, chemisch talentierte, findigem selbstverliebte, neunmalkluge, fabelhafte Flavia de Luce von Buckshaw einen philatelistischen Mord voller Schein und Sein geklärt hat, wartet auf Flavia ein neuer Fall.

Eigentlich war es ja Flavias ,,Bestattung (!)", als sie mitten auf dem Friedhof des kleinen Ortes Bishop's Lacey den größten britischen Puppenspieler bei einer Autopanne antrifft. Ein Zufall, dass der große Herr der Puppenspiele, Rupert Porson,  und seine etwas arrogante, aber zerbrechliche Assistentin Nialla  sich in diesen kleinen Ort verirren? Rupert und Nialla bilden ein Team, aber nur im Geschäft, weil es ansonsten zwischen ihnen vor Fehden knistert.

Rezension: Das Opfer der Bogins von Prisca Burrows (Bastei-Lübbe)

Das Herz von Albalon, eine packende Fortsetzung zu ,,Der Fluch der Halblinge" - das Opfer der Bogins
 
Frei ist das kleinwüchsige Volk der Halblinge oder ,,Bogins", nachdem Fionn Hellhaar im Bunde der rebellischen Fiandur und des buchstäblich herzlosen Königs Peredur die düstere, rachsüchtige Elbenhexe Ragna Dubh Suil ,,Schwarzauge" gestürzt hat.


Es sollen wohl oder übel 3 Tage der vollkommensten Freude sein. als Fionn und Cady heiraten, aber ... großes Unheil, welches Blutzoll verschlingt, erwacht mitten im Palast von Peredur Vidalin, Hochkönig von Albalon und Sithbaile. Denn Ragna entflieht ihrem Verlies, nachdem ihre lähmende Macht  ihr zahlreiche Wege geöffnet hat. Und alle - Elben, Menschen, Zwerge oder Bogins - verfallen dem Grausen ihrer Stärke, die bis in Träume vordringt. Man erahnt sofort, was Ragna will - ihre gestürzte Macht soll wieder auferstehen, doch dafür will sie zuerst Peredur und sein in der Ferne schlagendes Herz zerstören.

Rezension: Nachrichten aus Mittelerde von J. R. R. Tolkien (Klett-Cotta)

Auf ewig Mittelerde - neue Nachrichten und Botschaften von J. R. R. Tolkien! 

,,Nachrichten aus Mittelerde" ist eine weit ausufernde Sammlung vieler Geschichten, die J. R. R. Tolkiens Sohn Christopher Tolkien postum in einem Band voller Wunder veröffentlichte.Ich bin weit bewandert in Arda und Mittelerde, welche ich als erste komplett neu erschaffene Fantasy-Welt bewundere. Sei es mit den Eldar, wenn der Weg nach Westen führt; unter Hobbits das Auenlandes, welches der Klügste der fünf Istari ins Herz geschlossen hat; mit den Menschen von Gondor und der Riddermark, als Cirion und Eorl der Junge Freundschaft schlossen; wenn aus dem Westen die Zauberer kommen; wenn der weise Gandalf den Hobbits in Minas Tirith von Bilbos und der Zwerge Durins Fahrt zum Erebor erzählt. Und vieles mehr.

Rezension: Krabat von Otfried Preußler (Thienemann)

,,Krabat!", ruft der Meister und der Junge kommt auf die Schwarze Mühle...

Krabat ist ein jugendlicher Waise in der Umgebung des deutschen Lausitz. Es ist das Ende des Jahres, der weiße Schnee liegt dick und die Bäume sind kahl. Krabat ist mit zwei anderen Betteljungen unterwegs im Gewande der Heiligen Drei Könige, als des Nachts ihn sonderbare Träume befallen.
Eine Stimme, die wie aus der Luft dröhnt, ruft ihn Nacht für Nacht, was er auf die Dauer nicht unbeachtet lassen kann. Die Stimme und Traumbilder von Raben, die ihm zukrächzen, dass er der Stimme des Meisters gehorchen soll. Schließlich bricht Krabat auf und kommt zur Schwarzen Mühle, die einen finsteren Leumund besitzt, bei Schwarzkollm. Dort, umgeben von einer düsteren Aura, die von der Mühle ausgeht, begegnet er dem einäugigen Meister, der Krabats Lehrer sein will - im Müllern und dem so genannten anderen. Magie, dunkle Magie, die den Meister mit seinen zwölf Lehrlingen und Müllersburschen verbindet. Krabat verfällt dem Reiz und schließt einen Pack mit dem schwarzen Zauberer.

Rezension: Die Mächte des Feuers von Markus Heitz (Piper)

Drachenmächte im Kampf um die Vorherrschaft - Nervenkitzel und Gänsehaut!

Silena ist Großmeisterin der Drachentöter, des Officium Draconis, im Jahre 1925, zu deren Aufgabe die Bekämpfung der Drachen gehört im Namen der Kirche, welche im Drachen das personifizierte Böse sieht. Die Drachentöter sind das Gegenteil der Drachenjäger, welche rücksichtslos das Drachentöten zum geldbringenden Geschäft machen.Die Drachen beherrschen die Länder der Welt und ihre Vorherrschaft zerreißt mit Klauen den Frieden, nährt Streitigkeiten durch feurige Intrigen und die Drachen sind unbezwingbar mächtig.

Es ist der Beginn eines sonderbaren Geschehens im grauen Januar 1925, als Silenas zwei Brüder bei einem heimtückischen Flugzeugunfall unter mysteriösen Zuständen sterben. Die Drachen toben, während Silena erzwungen wird, ihren Drachentöterberuf einzustellen, das verlangt Ferdinand Erzbischof Kattla, der das Officium anführt. Inmitten ihrer Verwirrtheit tritt ein Grauen zutage, umgeben von Schnee und Eis wird Großmeisterin Martha ermordet aufgefunden. Viele weitere Morde an Drachentötern zerbrechen Silenas friedlichen Alltag, die in Rachedurst alle Morde rächen möchte, Rache für die Drachen.

Rezension: Die Kane-Chroniken - Die rote Pyramide von Rick Riordan

Percy Jackson's ägyptischer Comeback - die Kane-Chroniken!

Carter und Sadie Kane  sind Geschwister, die einander nicht oft sehen - faktisch gesagt, sie sehen einander zweimal im Jahr und leben getrennt, seit ihre Mutter einen eigentlich mysteriösen Tod erlitten hat. Carter reist mit seinem Vater Julius Kane, dem Ägyptologen, um die ganze Welt, was interessant, jedoch auch nervenaufreibend ist. Die exzentrische Sadie lebt mit ihren Großeltern in London.

Eigentlich sollte es eine Art Familienausflug ins British Museum sein, als Julius Kane sich sonderbar benimmt. Für Carter und Sadie endet alles in einem weihnachtlichen Fiasko, weil plötzlich vieles - nun ja, unwirklich wird. Ihr Vater ruft nämlich mit dem Stein von Rosette den ägyptischen Totengott Osiris an, doch er lässt fünf Götter gleichzeitig frei, die alle Kinder der Götter Geb und Nut sind. Und unter diesen Fünf ist der Chaosgott Seth, welcher Julius Kane/ Osiris (!!!) in einem Sarkophag entführt. Seth, der feuerrot ein Bild der Verwüstung ist, nimmt sich vor, die ganze Welt in Chaos zu stürzen, nun wo er frei ist.

Rezension: Der Seelenfänger von Chris Moriarty (Dressler)

Schatten birgt Geheimnisse, Magie verschleiert beides und Dämonen tauchen auf ...

Sascha Kessler ist ein jüdischer Junge, dessen Vorfahren ,,große Kabbalisten" waren und der mitten in einem New York lebt, wo Zauberei zum Teil verboten ist. Doch dennoch wimmelt es überall von dem pulsierenden Schlag der Magie, die die Inquisitoren der amerikanischen Polizei heftig verfolgen, da Magie auch gefährlich sein kann.
Unerwartet gerät Saschas ganzes Leben aus den Bahnen, als er entdeckt, dass er Magie sehen kann! Das erfährt er beim Einkaufen mit seiner Mutter, als er eine zaubernde Bäckerin unabsichtlich in Probleme mit den Behörden bringt.

Augenblicklich werfen die Inquisitoren, welche zauberische Verbrechen aufklären, ein wachsames Auge auf ihn. Denn Sascha soll dank seines Zaubertalentes den Beruf des Inquisitors ergreifen, welcher hohe Aussichten bietet - Ruhm, Ehre, Erfolg.

Sascha erwartet Arbeit mit viel Lug und Trug, wobei seine Lügen entlarvt werden. ,,... Vor allem aber sagst du damit zum ersten Mal die Wahrheit."

Rezension: Die unheimliche Bibliothek von Haruki Murakami (mit Illust. von Kat Menschik) (Dumont)

Unter der Schwelle der Realität wird eine Bibliothek zum (Alp)Traum

Dieses relativ schnell gelesene Buch (es ist wirklich kurz) vom Japaner Haruki Murakami namens ,,Die unheimliche Bibliothek“ war die Entführung in eine seltsame, trotzdem faszinierende Geschichte. Es muss gesagt werden, dass man beinahe aus dem Staunen nicht herauskommt.

Zum Inhalt fasse ich mich kurz: Eigentlich wollte ein Junge nur ein paar Bücher über Steuern im Osmanischen Reich ausleihen, die er in seiner Stadtbibliothek durch die Hilfe eines sonderbaren Alten findet – aber er darf sie nicht ausleihen, er muss sie in der Bibliothek lesen! Der Junge versteht die Sache nicht, als er in einen vermeinlichen Lesesaal geführt wird und jener sich als Kerker ausweist. Unfreiwillig, voller Verwunderung wird er zu einem Gefangenen des Alten und des gutwilligen ,,Schafmanns“.

Rezension: Der Giftschmecker von Fletcher Moss (Chicken House)

Die Gemeinsamkeit von Intrigen und Giften? Ihre Tödlichkeit ...

Dalton Fly ist ein womöglich vierzehnjähriger Waisenjunge, der als Vorkoster reiche Leute vor Mordanschlägen schützt und selber stets in Gefahr schwebt - er ist Giftschmecker und gehört zur kleinen Gruppe Giftschmecker namens Oskars redliche Dutzend, deren Spezialität Gifte sind. Dalton setzt sich den Krämpfen, Qualen und anderen Scheußlichkeiten des Giftschluckens aus. Jedes Gift macht ihn stärker, manche schwächer, manche bringt es um.
Doch an einem Tag geht für Dalton plötzlich alles schief. Wirklich alles.

Und zwar, als er zu Beginn des nahenden, rasanten und giftigen Abenteuers in einer Villa zu Bewusstsein kommt und sieht, wie einer seiner giftschmeckenden Freunde nach dem Vorkosten vergiftet stirbt. Belladonna war in dem Wein, der für ein festliches Vergnügen des Hauses Dropmore bestimmt war.

Rezension: Vogelherz von Catherine Catmull (Fischer-Sauerländer)

Enttäuschendes Buch, das Erwartungen nicht erfüllt trotz Federn und Gefühlsstürmen

Die beiden Mädchen Summer und Bird wachen an einem Tag plötzlich auf, als ihre Eltern verschwunden sind. Summer und Bird sind zwei Schwestern und so unterschiedlich wie Tag und Nacht, wie Paradiesvogel und Buchfink, wie Eule und Schwan. Summer ist ,,sonneblond und veilchenäugig", praktisch veranlangt und Bird ist vom Aussehen ein Spatz, lässt sich nur von ihrem Herzen führen, welches leicht in die Irre geführt werden kann. Zumindest haben ihre Eltern für ihre Töchter nur eine Bilderbotschaft hinterlassen und auf der Suche nach ihren Eltern geraten beide in eine Welt, die nur den Vögeln und der verschwundenen Schwanenkönigin gehört. Ohne dass Summer und Bird es zu Anfang erahnen, entstehen Misshelligkeiten zwischen den beiden Schwestern inmitten der Vogelwelt, welche die sich überflügelnden Gefühle zwischen Liebe und Hass mit herzzerreißender Grausamkeit entfacht.

Rezension: Das Lied des Blutes (Rabenschatten 1) von Anthony Ryan (Klett-Cotta)

,,Loyalität ist unsere Stärke" - und die von A. Ryan ist ,,Das Lied des Blutes" 

Der Ordenskrieger der vielen Namen. Hoffungstöter. Schwert des Königs. Junger Falke. Dunkelklinge. Rabenschatten für das Volk, für das der Rabe für Veränderungen steht – ob gute oder schlechte, das weiß man nie. Aber wirklich nennt er sich Vaelin Al Sorna.

Vaelin ist der Sohn des Kriegsherrn Al Sorna, geadelt und im Wappen ein Falke. Das Leben des damals zehnjährigen Jungen wird in Scherben geschlagen, als sein Vater sich entschließt, den Sohn dem sechsten Orden zu überlassen. Dort soll Vaelin zum Krieger des Glaubens und Königslandes werden, eine geachtete Stellung, doch mit einer Zukunft, die ganze Menschenleben verändert.

Rezension: Die Wand von Marlen Haushofer (List)

Überleben in der Wildnis, wenn die Menschheit hinter der Wand versteinert

Eine Frau um die Vierzig mit Liebe zur Natur wollte eigentlich nur drei Tage mit ihren Bekannten in einer Jägerhütte verbringen, inmitten eines österreichischen Talkessels, der von Wäldern und Bergen umrandet ist. Pure, schöne Natur, die sich schnell in einen Kampfplatz ums Überleben wandelt, wenn die menschliche Existenz um ihr Dasein mühevoll, langsam fristet, den Naturgewalten ausgeliefert und in der ewigen Frage, wie man sich am Leben erhalten soll. Es kommt also ganz anders wie geplant, als diese Frau an einem sonnigen Morgen plötzlich ganz allein erwacht, abgesehen von Luchs, dem treuen Hund des Jägers.
Unbewusst weiß sie, dass sich ab nun ihr Leben verändern wird. Auf der Suche nach ihren Bekannten stößt sie dann plötzlich auf ein kaltes, glasiges, glattes Etwas, das sie nicht weitergehen lässt. Es handelt sich um eine undurchdringliche Wand, hinter der alle Menschen und Tiere plötzlich versteinert - oder gar tot - sind. Die Natur holt sich ihre Gebiete zurück, während innerhalb der von der Mauer abgetrennten Gebieten sich anscheinend der letzte Mensch dem Überleben in der ungezähmten Wildnis stellt.

Rezension: Septimus Heap - Darke von Angie Sage (dtv)

Magykal Darke - die Finsternis wächst ...

Die Dunkelheit breitet sich aus ...

Für Septimus Heap und Prinzessin Jenna beginnt auf der Burg ein neuer Lebensabschnitt - ihr 14. Geburtstag bricht an. Doch ein Schatten fällt auf diesen eigentlich festlichen Tag. Nicht nur dadurch, dass der Oberlehrling Septimus Heap sich auf seine Dunkelwoche vorbereiten muss, um das Gleichgewicht zwischen schwarzer und weißer Magie zu ergründen.
Es kommt schlimmer, als mitten im Palast ein sich ausbreitendes Dunkelfeld vom ehemaligen Schreibergehilfen Beetle entdeckt wird. Bei diesem Dunkelfeld handelt es sich um eine wachsende Wand vollkommener, schwarzmagischer Schwärze, die alles in Finsternis hüllt und in Verwirrung stürzt. Urheber dieser Gefahr ist der auf Rache sinnende und selbstbewusste Merrin Meredith, dessen Macht dank dem doppelgesichtigen Ring wächst wie sein Dunkelfeld. Merrins Ziele sind eindeutig - er will sich für allen Undank rächen und die Zauberer der Burg beherrschen, wofür er als junger Schwarzmagier stark genug ist.

Rezension: Septimus Heap - Queste von Angie Sage (dtv)

Eine Queste zwischen den Zeiten ...

Eine Queste, und achte stets auf die Farbe des Questensteins, denn sie weist dir den Weg ...

Nachdem der Außergewöhnliche Lehrling Septimus Heap in seine richtige Zeit zurückgekehrt ist, fängt für ihn auf der Burg seine Lehre bei der herrischen und lila beschuhten Außergewöhnlichen Zauberin Marcia Overstrand an. Es scheint vieles normal, aber das heißt im Sinne von Septimus, wo das Wort ,,normal" zahlreiche Synonyme hat - abwechslungsreich, vielfältig und nicht immer gefahrlos.

Trotz allem ist nichts wie zuvor - nach der Rückkehr der Geisterkönigin Etheldredda  und ihrer Bezwingung, sind Nicko Heap und die Nordhändlerin Snorri  noch immer 500 Jahre in der Vergangenheit gefangen.

Rezension: Die Liga der 17 - Im Netz des Feindes von Richard Paul Evans (Baumhaus)

Nirgends bist du vor der Elgen sicher, Michael Vey ... Buch mit 1000 Volt Spannung!

,,Die Liga der 17" ist die neue Reihe von Richard Paul Evans und nachdem ich den zweiten Band ,,Im Netz des Feindes" gelesen habe - mit vor Elektrizität zuckenden Augen, gefesselt von Stromblitzen und lesend, bis die Finger vor Hochspannung glühten -, kann ich mich nur wundern, warum diese Reihe in Deutschland nicht so viele Funken schlägt wie in den Vereinigten Staaten, wo der erste Band auf der Liste der New-York-Times Bestseller war.

Nach der Schlacht in der Elgen-Akademie im kalifornischen Pasadena kehrt der fünfzehnjährige Michael Vey mit seinen Mitstreitern (dem Elektroclan) zurück nach Idaho. Michael ist kein gewöhnlicher Junge der Masse - manchmal leidet er unter Tics wegen seinem Tourette-Syndrom und nebenbei ist sein Körper elektrischer als der Normdurchschnitt. Er gehört zu den siebzehn Glows - elektrische Kinder, die als ,,Anomalie" starke elektrischen Kräfte in sich haben, ausgelöst durch die Strahlen einer Maschine namens Magnetisch-Elektrische Induktion.

Rezension: Der Fluch der Halblinge von Prisca Burrows (Bastei Lübbe)

Fantasy mit Halblingen und großen Zeiten voller Veränderungen und Zauber ...

... Fionns Herz pochte so laut, dass er Angst hatte, es würde den Hufschlag übertönen. Es war sein Glück, dass es nicht gelang ...

Fionn Hellhaar ist ein vom Aussehen untypischer Halbling, aber wie jeder Bogin ein Sklave der unsterblichen Elben und Menschen. Sein Leben scheint friedlich, wohlgeordnet, noch nie hat er die Welt hinter seinen Hausmauern gesehen und das engste Bund der Zuneigung verbindet ihn mit der Bogin Cady, sein Meister ist Ian Wispermund ist sehr gütig.
Dann, als Fionns Volljahr, sein zweiundzwanzigster Geburtstag anbricht mit einer Feier und den aufrührerischen Geschichten des Bogin Tiw (über den es sich noch herausstellen wird, dass er Fionns Bruder ist) über den Großen Krieg, vor dem alle Bogins noch freies Volk waren, wird die Welt von Fionn gewaltsam in Scherben geschlagen. Denn der Magister Brychant wird im selben Haus der Feier tot aufgefunden, erdolcht mit einem Urram, einem Messer nach Bogin-Gepflogenheit.

Rezension: Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel von Jonathan Stroud (cbj)

Wenn des Nachts die Geisterwelt erwacht, hütet euch - und zückt die Degen!

Spürt ihr schon die Maladigkeit? Saht ihr schon den von Ratten gefressenen Mann, wisst ihr, wie es ist, in einem verfallenen Haus bei Nacht einem Geist zu begegnen, dem das Fleisch in Fetzen vom Gerippe fällt? Hört ihr bereits die Schreie und das Klagen der gefangenen Geister? Und die Stimme des Schädels? Saht ihr schon den Todesschein und den Knochenspiegel? Spürt ihr die Toten der Geisterwelt in der Luft?
Die Kälte, ein Atemzug hier, ein Lichtschein dort? Achtung, steht da in der Ecke nicht ein Schemen? Seufzt da nicht ein Geist?


Wenn nicht, dann klafft in euren Bücherregalen ein großes, gähnendes Loch, das ihr mit dem zweiten Lockwood-Band auffüllen müsst!

Rezension: Das Lied von Eis und Feuer - Ein Tanz mit Drachen von George R. R. Martin (Penhaligon )

 G. R. R. Martin bittet um einen letzten, flammenlodernden Tanz - ein Tanz mit Drachen!

,,Ich bin das Blut des Drachens", sagte sie (Daenerys) laut zu dem Gras.
Warst du, flüsterte das Gras zurück, bis du deine Drachen im Dunkeln angekettet hast.


Mit einem weißen Raben, mit hellen Schwingen kündet sich der nahende Winter vollends an ... und das Ende vom Lied von Eis und Feuer.

Der Krieg der Fünf Könige in Westeros ist zum Ende gekommen, aber aus dem Osten dämmert das Morgenrot von neuen Aufständen. Die Freien Städte, die von Daenerys Targaryen unterworfen wurden, lehnen sich zum Teil gegen die Königin auf - sei es mit Waffen oder der scheußlichen Krankheit der Fahlen Mähre. Die Harpyie ist ungezähmt, während Daenerys selbst ihren Freier in Meereen heiratet, dabei alte Bündnisse bricht. Ihre Drachen werden wilder, besonders Drogon, und hinterlassen Feuer und Blut. Die Drachenkönigin selbst erkennt, dass ihr Weg zum Scheitern verdammt ist und wird nach einem Überfall von Drogon für tot gehalten.

Rezension: Das Lied von Eis und Feuer - Der Sohn des Greifen von George R. R. Martin (Penhaligon)

Der Greif breitet die Schwingen aus, während die Kämpfe toben und weiter geht das Lied!

Ich - ein recht junger Mensch noch, der bücherwütig und wählerisch in der Welt der Bücher sich alle Lesehäppchen aussucht, jede Wortpastete in den Augen zu Bildern zerfließen lässt wie Edelbitterschokolade, jeden Sätzbissen als bewanderter Gourmet auf alle Arten genießt - schwelgte nun zum neunten Mal in dem majestätischen Lied von Eis und Feuer. Wäre George R. R. Martin noch Komponist gewesen - er hätte Mozart übertroffen, vermute ich, wenn er im Bereich der Fantasy bereits ein perfekt schreibender Riese ist!

Es ist schwierig, eine Handlungszusammenfassung zu schreiben - die Handlungen verstricken sich weitverzweigter als jede Intrige am Hofe von Cersei, die - Martin sei Dank - in diesem Band nicht vorkam. Viele Personen treten auf, Verräter und (angebliche) Freunde. Deshalb skizziere ich hier nur ein paar Handlungen, recht grob geschliffen:

Rezension: Das Lied von Eis und Feuer - Zeit der Krähen von George R. R. Martin (Blanvalet)

Nun das 7. Lied aus der eisgen Sinfonie des Feuers unter Dirigent George Martin - Zeit der Krähen!

Ja, und mit diesem ungewöhnlichen Titel meiner Rezension will ich bekunden selbst ein ,,lesender Zuhörer” gewesen zu sein, als ich den 7. Band des Lieds von Eis und Feuer aufschlug. Hier hat sich zum 7. wiederholten Male eine schneidende, kämpferische, verräterische Intrige gebildet.

In vielen Teilen des Reiches zieht Elend nach dem heftigen Krieg umher, sein Banner ist der Tod. Manchmal scheint es wie ein Frieden, jedoch kämpfen andernorts immer noch Menschen mit blutbefleckten Klingen gegeneinander. Es scheint, dass die Lannisters letzten Endes doch den Eisernen Thron für sich gewonnen haben und nun regiert der kleine Tommen, der Sohn der paranoiden Cersei, die ihre Macht weiter stärken will. Nach den Kämpfen ist es, wie Jaime Lannister es nennt - die Zeit der Krähen, denn Krähen kommen nach den Schlachten, um sich an den Gefallenen zu laben.

Rezension: Flammenwüste vom Akram El-Bahay (Bastei Lübbe)

Großes, feuriges Lob an Akram El-Bahay und seine Flammenwüste!

Wieder feurig, schuppig, angsteinflößend wie der Schattenkönig Nathil, trügerisch wie eine Dschennyah mit ihren Ghoulas, reich wie die Sammler aus Idku, geheimnisvoll wie die Stadt Nabatea der Nori, bedrohlich wie ein Iftrit, mächtig wie das erste Wort und stark wie ein Drache ...

Anûr ist der Enkel des großen Geschichtenerzählers Nûr el-Din und gerät nach seinem Großvater; auch er ist Geschichtenerzähler und in der Stadt Nabija, in einem Kaffeehaus mit Wasserpfeifen und Mokka. Als zwei Soldaten des Sultans Amir as-Samir in das Kaffeehaus kommen und nach Nûr suchen, gibt sich Anûr für seinen Großvater aus. Der Grund: Der Sultan braucht Hilfe wegen einem angeblichen Drachen, der besiegt werden soll, weil er eine wütende, zerstörende Gefahr für das Wüstenreich darstellt. Noch ist der Drache nur ein Gerücht, eine scheinbar fleischgewordene Märchengestalt (dazu noch eine feuerspeiende!), dessen Gräueltaten die Menschen noch gerne den grausamen Wüstenkriegern, den Haschirim, unter ihrem Herrn Sarraka zuschieben. Aber Märchen haben immer einen wahren Kern, wie es die Geschichtenerzähler sagen.

Rezension: Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt von Akram El-Bahay (Bastei Entertainment)

Ein starker, mächtiger Drache unter der modernen Fantasy-Literatur!

Die Wüste ist ein gnadenloser, schrecklich schöner Ort. Die Wüste, knochentrocken, sonnenbrennend, gefährlich wie ein racheübender Ifrit. Wo die Wüstenkrieger, Haschirim, mit Schwertern und Brandpfeilen wie Dämonen ihr Unheil treiben und im Auge eines Sandsturmes die vor allen Augen verborgene Goldstadt Iram durch die Wüste wandert, die Stadt der Toten mit dem Kalifen, der nach seinem Tod aufersteht mit einem wie Hämmer schlagenden Herz aus gediegenem Gold ...

Kadim, ein junger Karawanenführer, ist mit seiner Karawane durch die Wüste auf dem Weg nach Nabija, zu Kadims Bruder. Unterwegs stoßen sie auf eine Karawanserei - doch nichts ist übrig geblieben nach einer schrecklichen Zerstörung, nur ,,Asche und Tod.” Welches Feuer bringt selbst Steine zum Brennen, lässt Mauern schmelzen?


Rezension: Das Lied von Eis und Feuer - Sturm der Schwerter von George R. R. Martin (Blanvalet)

Das Lied geht noch immer weiter, es lässt den Atem gefrieren und die Spannung feurig lodern! 

Nachdem König Robert ermordet wurde, sind die Sieben Königreiche ein einziges, blutiges Schlachtfeld. Männer, die sich nun den neuen und rechtmäßigen König nennen, rüsten sich zum Kampf gegen ihre Rivalen, während das gnadenlose Haus Lannister mit dem jungen König Joffrey in King’s Landing gegen den unnachgiebigen Robb Stark, Sohn von Eddard Stark und Herr von Winterfell, um die Vorherrschaft fechtet.
Intrigen und Verlogenheit, Verrat und  Gräuel, Mord und Krieg sind die wahren Herrscher.

Rezension: Der Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien (Klett-Cotta)

Ein Ring, die Leser zu fesseln ...

Ein Ring, die Leser zu fesseln, sie mit des Ringes Macht zu binden,
Ins Ungewisse sie zu treiben, den Ringträger in Mordor zu finden.


Um es kurz und bündig zu sagen - ,,Der Herr der Ringe” ist mein allerliebstes Buch, seit ich Tolkien entdeckte. Mittelerde, das Auenland, Bruchtal, Rohan und Gondor sind für mich Etappen einer Quest gewesen, deren Bürde so groß ist wie die Macht des Einen Rings.

Rezension: Die Bücherdiebin von Markus Zusak (Blanvalet )

Die Bücherdiebin hat sich auch in mein Leserherz gestohlen ...

Das graue, winterliche Deutschland im Januar 1939: Im Zug nach München sitzt die neunjährige Liesel Meminger auf dem Weg zu ihren neuen Pflegeeltern mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Werner.
Der Tod, Erzähler der nun beginnenden Geschichte über ein von Freundschaft, Krieg, Bomben und Buchstaben gezeichneten Schicksals, betritt jenen dritten Wagen und holt dort die junge Seele des kleinen Bruders ab. Mitten in einem Hustenanfall verließ Werner die Welt der Lebenden. Bei seinem eisigen Begräbnis in einem namenlosen Dorf fällt einem jungen Totengräberlehrling ein Handbuch für Totengräber aus der Tasche, unbemerkt. Die kleine Liesel schnappt sich das Buch, obwohl sie noch nicht den Bann der Bücher kennt, der Wörter, die einen betören, locken und gefangen nehmen. Und ab hier fängt die Geschichte der Bücherdiebin Liesel Meminger an, spannend und knisternd wie Bücher, die vom Feuer einer zerstörerischen Bombe erfasst werden ...

Rezension: Das Silmarillion von J. R. R. Tolkien (Klett-Cotta)

Das Leuchten der Silmaril ist so wunderschön wie dieses Buch! 

Ich bin seit längerer Zeit bereits vernarrt in Tolkiens Welt der Elben, Zwergen, Hobbits, Orks und den anderen Wesen aus Mittelerde. Deshalb nahm ich recht schnell ,,Das Silmarillion" in die Hände und ließ mich fesseln von den Geschichten.

,,Das Silmarillion" ist ein sehr ausführliches Buch über die Zeitalter von Mittelerde. Genauer definiert, handelt es sich meiner Meinung nach um eine Art große Sammlung aller magischen Geschichten und Mythologien, die John Ronald Reuel Tolkien sein Leben lag ausarbeitete. Deren Anfänge - wie es im Vorwort Christopher Tolkien steht - beruhten auf schäbigen Notizbüchern noch aus dem Jahr 1917. Blickt man dieses recht umfangreiche Buch an - durchwirkt von Elbenmagie, durchleuchtet vom Glanz von Feanors Silmaril und mächtig wegen den Ringen der Macht -, so staunt man, wie Tolkiens Sohn Christopher vier Jahre nach dem Tod seines Vaters in 1973 eine so ungeheure Vielzahl an Geschichten und Legenden ordnen konnte, woraus letztendlich das ,,Silmarillion" entstand.

Rezension: Die Eisfestung von Jonathan Stroud (cbt)

Winterlich ist dieses Buch mit wie Eis krachender Spannung und leeren Burgen...

Wer meint, dass man die Realität nicht in Worte umsetzen kann und wer daran zweifelt, dass man keinen packenden und glühenden Stil dabei zustande bekommt - den muss man auf die Bücher von Jonathan Stroud, dem englischen Schriftsteller, verweisen. Dessen Bücher sollte jeder kennen lernen, der besondere Freude an besonderen Bücher hat - wie ich.

Nachdem ich die Bartimäus-Reihe (Das Amulett von Samarkand, Das Auge des Golem, Die Pforte des Magiers, Der Ring des Salomo) begeistert gelesen hatte, hielt ich nach anderen Büchern von Stroud Ausschau. Nach ,,Drachenglut” und ,,Valley - Tal der Wächter” stieß auf den Psychothriller ,,Die Eisfestung”, Original ,,The Last Siege.”

Es ist unheimlich spannend, zu lesen, wie Emily, Simon und Marcus für sich eine alte und leere Ritterburg ,,erobern”, dem Burgwächter Harris nur knapp entwischen und ihm ein Gefecht liefern. Als jedoch Marcus sich weigert, zu seinem ihn schlagenden Vater zurückzukehren, verschanzt er sich heimlich in der Burg. Emily und Simon kommen dahinter und nach einigem Zögern unterstützen sie ihn, wodurch der dramatische Konflikt beginnt.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Rezension: Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe von Jonathan Stroud (cbj)

Aufgepasst, Gespenster lauern überall - auch in sehr guten Büchern!

Die Freude an guten, spannenden und fabelhaft geschriebenen Büchern hat mich schon seit längerer Zeit zu Jonathan Stroud geführt. Deshalb begrüßte ich die neuen Helden aus ,,Lockwood & Co” - Lucy Carlyle, George Cubbins, Anthony Lockwood - freudig beim Lesen und begleitete sie immer neugierig auf ihren Aufträgen im Kampf gegen die Geisterplage und die Heimsuchungen, die über London herfallen. Mit Lavendelduft, Eisenketten, Keksen, Tee und Salzbomben legt das Abenteuer los.

,,Die Seufzende Wendeltreppe” ist der erste Teil von ,,Lockwood & Co.” Die Rätsel und Geheimnisse, die auf fast allen Seiten ins Auge stechen, halten den Leser im Atem, wenn zum Beispiel das wütende Geistermädchen mitten in der Nacht erscheint, ein maskierter Mann ins Haus einbricht oder im gespenstischen Roten Zimmer des Herrenhauses vom reichen John William Fairfax, wo das Blut von den Wänden tropft. Und natürlich die Seufzende Wendeltreppe, der Höhepunkt des Buches, wo die Hauptpersonen nur knapp dem Tod entwischen können.